Gewerbedach (Aufständern oder flach)?

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Re: Gewerbedach (Aufständern oder flach)?

Beitragvon Bento » 15.07.2012, 13:03

Hallo Roland,
Rolomelch hat geschrieben:....der graue Bereich liegt tiefer. Eventuell wird der Bereich noch saniert. Er ist momentan noch mit Eternit belegt. Eventuell werden wir ihn auch noch mit Trapezblech belegen und dann in das Vorhaben einbauen.

Das dürfte dann zumindest die ertragsschwächste Fläche werden, da halbtägige Verschattungen auftreten werden.
Ich komme jetzt mit deinen Maßen nicht so ganz klar. Vielleicht kannst du die Quadratmeter der Einzelflächen noch einmal angeben!?

Sehe ich es richtig, dass du die 40 kWp z.Zt. für das Hauptdach geplant hast?

Ich habe gerade ein ähnliches Dach dachparallel belegt (15° Dachneigung) und bin begeistert von den Erträgen. Aufständerungen kommen bei mir nur noch für Flachdächer zur Ausführung.

Da du nur 90 % deiner Erträge nach EEG vergütet bekommst, wirst du ca. 3.500-4.000 kWh/a selbst verbrauchen müssen. Das dürfte aber bei einem Stromverbrauch von 7.000 kWh/a eigentlich kein Problem sein, denn erstens wird dein Verbrauch vermutlich tagsüber erfolgen und zweitens streckst du den erzeugten Strom mit einem Ost-/Westdach über den Tag.
Viele Grüße
Bento

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Re: Gewerbedach (Aufständern oder flach)?

Beitragvon Rolomelch » 15.07.2012, 13:48

Bento hat geschrieben:Hallo Roland,
Rolomelch hat geschrieben:....der graue Bereich liegt tiefer. Eventuell wird der Bereich noch saniert. Er ist momentan noch mit Eternit belegt. Eventuell werden wir ihn auch noch mit Trapezblech belegen und dann in das Vorhaben einbauen.

Das dürfte dann zumindest die ertragsschwächste Fläche werden, da halbtägige Verschattungen auftreten werden.
Ich komme jetzt mit deinen Maßen nicht so ganz klar. Vielleicht kannst du die Quadratmeter der Einzelflächen noch einmal angeben!?

Sehe ich es richtig, dass du die 40 kWp z.Zt. für das Hauptdach geplant hast?


Hoffentlich zum besseren Verständnis

Hans bearbeitet 4.jpg


Die weiße Fläche ist heute vorhanden. Das Dach ist 20 m x 20 m (hälftig Ost - Dach, hälftig West - Dach). Der graue Teil werden wir eventuell kurzfristig mit Trapezblech sanieren. 26 m x 8 m (West - Dach).

Bento hat geschrieben:Ich habe gerade ein ähnliches Dach dachparallel belegt (15° Dachneigung) und bin begeistert von den Erträgen. Aufständerungen kommen bei mir nur noch für Flachdächer zur Ausführung.


Kannst Du mir mitteilen wie Du deine WR ausgelegt hast? Hast Du die Ost - West Ausrichtung über den Tagesverlauf des Sonnenstandes bei deiner Auslegung berücksichtigt?

Vielen Dank für Deine Hilfe Bento, auch wenn ich vielleicht manchmal laienhafte Fragen stelle.

Gruß Roland
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Re: Gewerbedach (Aufständern oder flach)?

Beitragvon KFIGmbH » 15.07.2012, 14:03

Ost West ist die Zukunft. Gibt sogar immer mehr freilandanlagen so. War in der letzten Photon. Du brauchst aber gute Module mit gutem Teillastverhalten.
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Re: Gewerbedach (Aufständern oder flach)?

Beitragvon Bento » 15.07.2012, 14:20

Hallo Roland,

da hab ich dich wohl mißverstanden!
Ich dachte das graue Dach wäre unterhalb der Traufe des Hauptdachs als Schleppdach an die Fassade angebaut. Dem ist ja offensichtlich nicht so und daher gäbe es auch keine Beeinträchtigungen durch Verschattungen.

Dann würde ich die graue Dachfläche auch mitbelegen. Wenn das Eternit nicht asbesthaltig (grob: vor 1990) ist und ansonsten noch i.O. ist, dann muss dort nicht zwangsläufig Blech drauf. Auch Eternitdächer sind gut zu belegen.

Etwas "frickeliger" wird dann die Auslegung der WR, da die Dachflächen West und Ost dann unterschiedlich groß sind. Andererseits verhalten sich die Flächen ja im Verhältnis 2/3 (West) zu 1/3 (Ost), was entweder WR mit 3 MPP-Trackern oder 2 MPP-Trackern mit entsprechender Leistungsaufteilung nahelegen würde.
Ich bin da aber nicht so der Experte; die werden sich aber bestimmt noch melden bei so einer Herausforderung. :wink:

Mein Dach war symetrisch und so habe ich die beiden Tracker der Power One WR kreuzweise verschaltet, also jeweils einen Tracker auf die Westseite und einen auf die Ostseite.
Und ich konnte sogar meine Wunschvorstellung von immer gleichen Wechselrichtern realisieren! So kann man die kleinsten Abweichungen in der Fernüberwachung sehen (z.B. Verschattungsauswirkungen oder defekte Module oder Sicherungen)

Wenn du deinen Verbrauch über den Tag beurteilen kannst, dann müsstet du auch einschätzen können, ob du die dann nicht vergüteten 5.000 - 6.000 kWh/a selbst verbrauchen kannst.
Viele Grüße
Bento

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Re: Gewerbedach (Aufständern oder flach)?

Beitragvon liselotte » 16.07.2012, 08:55

Hallo Kollegen
siehe meinen Kommentar 2*zurück Das war gemeint:

habt Ihr schon einmal den Effekt der Berieselung mit Gartensprenger getestet ?
Drei Minuten reichen. Bei 10 grad Neigung bleiben die Tropfen auch liegen.Brennglaseffekt?

einfach mal testen
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Re: Gewerbedach (Aufständern oder flach)?

Beitragvon Rolomelch » 20.07.2012, 20:23

Hallo,

vielen Dank für Eure bisherigen Beiträge.

Aktueller Planungsstand ist folgender:

Flache Belegung der weißen Fläche mit 40 KWp. Grund hierfür ist, daß unser Netzbetreiber bei einer Leistung > 40 Kwp eine Meßwandleranlage vorschreibt. Kosten hierfür ca. 6.000 €.

Komponenten

Module: 170 Module Solarworld poly 235 (alternativ ET-Solar poly 235), je 85 Module Ost-Seite, je 85 Module West-Seite.
WR: 2 x SMA 17000 TL - 10
UK: Schletter einlagig (alternativ MHH einlagig)
Einspeisemanagment mit Solarlog

Aufteilung der Module auf die WR

WR 1
Eingang A: 3 x 22 Ost
Eingang B: 1 x 22 West

WR 2
Eingang A: 3 x 21 West
Eingang B: 1 x 19 Ost

Was haltet Ihr von der Auslegung? Die ET-Module in Verbindung mit MHH würden uns ca. 150 Euro weniger kosten. Was würdet Ihr auswählen?

Vielen Dank für Eure Hilfe

Roland
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Re: Gewerbedach (Aufständern oder flach)?

Beitragvon SunnyIce78 » 20.07.2012, 22:02

Ganz klar Solarworld. Das ET modul ist ok, aber kein vergleich.
Gruß Christian
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Rechtschreibfehler und fehlende Buchstaben resultieren aufgrund Differnzen mit meinem Tablet..
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Re: Gewerbedach (Aufständern oder flach)?

Beitragvon bauerkiel » 20.07.2012, 22:14

Moin moin,

der 17.000er kann nur 11 ampere auf dem Eingang B ab. Bei 33A auf Eingang A .Also ein viertel der gegenüberliegenden Fläche auf den andersseitigen Wechselrichter.

Gruß aus Kiel, Andreas

PS: sehe gerade oben eben diese Auslegungsvorschläge ;-)
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Re: Gewerbedach (Aufständern oder flach)?

Beitragvon elfaro » 20.07.2012, 23:51

Die WR sind zu klein. Leistungsmäßig würdest du ca. 38 kVA benötigen bei cosphi=0,9 und einem geometrischen UD-Faktor von 1,15 bei gleicher Verteilung Ost-West. Somit wären wohl ein STP 20000TL (sofern passend) und ein STP 17000TL nötig - aber recht teuer. Von KACO kommen ein 30.0TL mit 2x23M(O)+2x22M(W)+1x22M(W) und ein 14.0TL mit 2x19M(O)+1x19M(W) in Frage. Dabei entfällt ein Modul auf dem Ostdach, man könnte das dann auf dem Westdach verbauen und an dem kleineren 14.0TL mit anschließen.

Solarworld sind den chinesischen No-Name-Modulen auf jeden Fall vorzuziehen.
Standort: 56xxx (Koblenz), PVgis10: 857kWh/kWp
PV-Anlage: 7,60 kWp Fire Energy FE-190M an Power-One PVI-5000
Dach 1: NO mit -118°S, DN 25°, 2x9M / Dach 2: SW mit +62°S, DN 25°, 2x11M
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Re: Gewerbedach (Aufständern oder flach)?

Beitragvon Solar Man » 21.07.2012, 06:43

Die Ausgewählten Komponenten von Solarworld, SMA und Schletter würde ich Dir auch ganz klar empfehlen.

Bei der Belegung kommt es darauf an, was du willst und mit was du zufrieden bist.
Eigenverbrauch oder verkaufen?

Ich vergleiche es mal mit einem Auto:
Du kannst einen Dacia, einen VW oder einen Mercedes kaufen.
Alle Autos kommen am Zielort an.
Ist nur die Frage Wie?

Mit deinen gewählten komponenten bist du schon stark Richtung Mercedes unterwegs und bei Ost West Anlagen schon eher bei Dacia. Funktioniert, Ja, aber nicht richtig!

Aufständern Richtung Süden:
klar kostet etas mehr, bringt aber auch mehr Leistung (kWh)
Die Selbstreinigung der Module funktioniert deutlich besser (empfohlen werden min 20° Modulneigung)

Ost-West Belegung:
kostengünstiger
Mehr Leistung (kWp)
Schlechte selbstreinigung der Module, garantierte Reinigung in den nächsten Jahren erforderlich
Dies ist auch wieder mit Mehrkosten verbunden.

Bei Eingenverbrauch kommt es eh nicht mehr auf die Masse an, sondern auf das, was der Kunde an Energie benötigt.
Zielorientiertes Bauen nenne ich das mal vorsichtig.

Ich arbeite bereits seit 2004 als Solateur und immer mehr kommen dies Agumente, alles drauf was geht !!!
Das ist unsinn! Wir bauen keine Massen Anlagen sondern Qualitativ hochwertige Anlagen.
Bei den "Alles drauf Dingern" verdient der Solateur am meisten, klar das er das empfiehlt.

Ich würde diese Anlage von Unserer Firma nur gen Süden ständern.

Wenn Du wirklich nur nach dem Preis gucken solltest, :cry:
wirst Du auf Dauer nicht glücklich.

Billig kauft man 2 mal.
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