Rund um die Planung einer Solaranlage.
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von sack1111 » 16.12.2011, 18:29
Hallo liebe Forumsmitglieder, ich habe ein stättisches Flachdach(Turnhalle)in Aussicht und überlege Anfang 2012 darauf zu bauen.Es ist 29x16m(ca460qm),ca.7mHöhe und frisch saniert(Foto ist noch alt).Dazu habe ich Fragen und hoffe hier ein paar Antworten zu bekommen.Es wurde eine Aufdachdämmung angebracht,daher kommt nur ein Leichtbausystem in Frage,z.b.das Tornadosystem,und hoffe mit 15Grad Aufständerung auf 25KW +xxx zu kommen.Es gibt wie immer bei sowas ein paar Haken......Die Blitzfänger(hoffe auf Bild zu sehen),Blitzschutz der Stringleitungen bei Gebäudeeintritt,s.g.Feuerwehrschalter gefordert(pro String ca.170Euro??),Feuerwehrplan gefordert.Dafür sind die Pachtbedingungen ok,spekuliere noch auf eine Anzeigetafel(gibt bis 5000Euro v.ProgresNRW,hoffe gibts auch noch 2012).Im selben Gebäude(Keller)ist der Netzanschluß. Meine Fragen: 1.Sind 50cm Abstand zu den Blitzfängern ausreichend? 2.wieviel Abstand zum Rand ist vorgeschrieben? 3.Ist da ein Gerüst von Nöten,bzw.reicht ein aufgestellter Schutz am Rand? 4.neue Richtlinien 2012(Abregelung),fallen die Kosten ins Gewicht? 5..(wichtigste)Gibt noch keine funktionierende Glaskugel,aber mit was für Preisen mit guten Chinascheiben(1.Reihe)kann ich all incl.rechnen?Mithilfe mit 2 Mann kann ich einbringen(Schleppen+Schrauben kann ich.....  ) Die Tannen Ostseite können weg,bzw.gekappt werden.... Falls sich zu Punkt 5 ein Anbieter schon interessiert,gerne vorab per PN....... Freue mich wie immer über Antworten. Vielen Dank Michael
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von Bento » 16.12.2011, 22:31
Hallo Michael, zunächst ein paar Fragen: sack1111 hat geschrieben:Es wurde eine Aufdachdämmung angebracht,daher kommt nur ein Leichtbausystem in Frage,z.b.das Tornadosystem,und hoffe mit 15Grad Aufständerung auf 25KW +xxx zu kommen.
Warum nur "Leichtbausystem"? Ob eine Balastierung des Gestells zulässig ist, hängt üblicherweise von der statischen Reserve der Dachkonstruktion ab und nicht von der Dämmung. sack1111 hat geschrieben:Blitzschutz der Stringleitungen bei Gebäudeeintritt,s.g.Feuerwehrschalter gefordert(pro String ca.170Euro??),Feuerwehrplan gefordert.
Ich glaube, da verwechselst du was!? und nun einige Antworten: sack1111 hat geschrieben:1.Sind 50cm Abstand zu den Blitzfängern ausreichend?
Es handelt sich hier um den s.g. Trennungsabstand, der immer rechnerisch ermittelt werden muss. Für eine Vorplanung kann man mit Trennungsabständen von 0,5-1,0 m ausgehen. Oft fällt dieser auch geringer aus. Ich würde aber fast behaupten wollen, dass es bei einem Flachdach eigentlich keinen Sinn macht, den Trennungsabstand einhalten zu wollen und man die Anlage gleich in den Blitzschutz einbinden sollte. 2.wieviel Abstand zum Rand ist vorgeschrieben?
Falls du tatsächlich ein aerodynamisches System verwenden willst/musst, dann werden es bei dir mind. 1,40 m sein. Üblicherweise sind aber bei neuen öffentlichen Dächern in einem Abstand von ca. 2m von der Dachkante sog. Sekuranten verbaut, durch deren Ösen ein Seil gezogen werden kann, an das sich wiederum ein später dort arbeitender Handwerker zur Absturzsicherung einklinken kann. Das ist zwar reine Theorie, aber dein Dachverpächter muss dir trotzdem erst einmal erlauben, deine Modulreihen in die gedachte Seilführungslinie stellen zu dürfen. Und falls er das nicht erlaubt, musst du sowieso innerhalb des Sekurantenfeldes und damit 2 m von der Dachkante entfernt bleiben. 3.Ist da ein Gerüst von Nöten,bzw.reicht ein aufgestellter Schutz am Rand?
Wenn es sich um eine zugelassene Absturzsicherung handelt (gibt es eben auch als Seitenschutz), dann brauchst du kein Gerüst. Den Rest muss dir ein Anderer beantworten.
Viele Grüße Bento
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von open source energy » 17.12.2011, 09:17
sack1111 hat geschrieben:Hallo liebe Forumsmitglieder, ich habe ein stättisches Flachdach(Turnhalle)in Aussicht und überlege Anfang 2012 darauf zu bauen.Es ist 29x16m(ca460qm),ca.7mHöhe und frisch saniert(Foto ist noch alt).Dazu habe ich Fragen und hoffe hier ein paar Antworten zu bekommen.Es wurde eine Aufdachdämmung angebracht,daher kommt nur ein Leichtbausystem in Frage,z.b.das Tornadosystem,und hoffe mit 15Grad Aufständerung auf 25KW +xxx zu kommen.Es gibt wie immer bei sowas ein paar Haken......Die Blitzfänger(hoffe auf Bild zu sehen),Blitzschutz der Stringleitungen bei Gebäudeeintritt,s.g.Feuerwehrschalter gefordert(pro String ca.170Euro??),Feuerwehrplan gefordert.Dafür sind die Pachtbedingungen ok,spekuliere noch auf eine Anzeigetafel(gibt bis 5000Euro v.ProgresNRW,hoffe gibts auch noch 2012).Im selben Gebäude(Keller)ist der Netzanschluß. Meine Fragen: 1.Sind 50cm Abstand zu den Blitzfängern ausreichend? 2.wieviel Abstand zum Rand ist vorgeschrieben? 3.Ist da ein Gerüst von Nöten,bzw.reicht ein aufgestellter Schutz am Rand? 4.neue Richtlinien 2012(Abregelung),fallen die Kosten ins Gewicht? 5..(wichtigste)Gibt noch keine funktionierende Glaskugel,aber mit was für Preisen mit guten Chinascheiben(1.Reihe)kann ich all incl.rechnen?Mithilfe mit 2 Mann kann ich einbringen(Schleppen+Schrauben kann ich.....  ) Die Tannen Ostseite können weg,bzw.gekappt werden.... Falls sich zu Punkt 5 ein Anbieter schon interessiert,gerne vorab per PN....... Freue mich wie immer über Antworten. Vielen Dank Michael
WO soll sich das ganze denn abspielen?
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von sack1111 » 17.12.2011, 11:05
Hallo,
@bento: -also Leichtbau-weil keine Ballastierung gewünscht ist.
-Blitzschutz-im Falle eines solchen trennen diese Teile die Strings bei Gebäudeeintritt,die Elektrik im inneren wird geschützt.Richtig?
-Feuerwehrschalter-trennt die Strings auf knopfdruck oben am Dach.Richtig?
-Gibt keine "Seperatoren"-altes Gebäude,nur Dach saniert,wenn 2m allseitig Abstand und noch 0,5m Abstand zu allen Blitzfängen,dann wirds schon eng?Der höchste Punkt am Gebäude ist der Schornstein(inks in Bild),ca.1m höher als das Dach und hat noch eine Fangstange....
@ose: 59555 Lippstadt
Vielen Dank
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von sack1111 » 22.12.2011, 16:20
Hallo nochmal, hier ist ein Foto des Daches und eine Skizze mit den genauen Maßen.Vieleicht kann man so besser einschätzen wieviel ca.draufpasst und wie es mit dem Blitschutz aussieht,was da zu beachten ist.Kabelführung kann direkt duch einen leeren Schornsteinzug bis in den Heizungsraum(Keller) geführt werden,da ist auch der Zählerkasten und Platz für die WR(kann man so machen oder?) Wäre schön ein paar Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Wünsche allen schöne Feiertage 
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von Bento » 22.12.2011, 19:03
Hallo sack1111,
schönes Dach hast du da!
Ich würde da jetzt mehrere Möglichkeiten sehen, wobei ich im Folgenden immer unterstelle, dass du tatsächlich ein aerodynamisches System (also ohne großartige Balastierung) verwenden musst. Das solltest du aber vielleicht noch mal abklären, denn die Gestelle sind nicht ganz preiswert und normalerweise gibt es die erst ca. 50 kWp aufwärts. Das bedeutet aber auch, dass du wohl 1,40 m von der Dachkante weg bleiben musst. Bei den folgenden Betrachtungen lass ich mal die Verschattung durch den Kamin unberücksichtigt. Entweder du ziehst einige Module ab oder du nimmst Verschattung in Kauf und wählst eine optimale Verstringung.
1. Möglichkeit: Einhaltung des Trennungsabstandes und Aufständerung nach Süd Bei 15°Aufständerung gehen 98 Module der Kategorie 1,67x1,00 m aufs Dach, was bei einer unterstellten Modulleistung von 250 Wp eine Anlagenleistung von 24,5 kWp ergibt. Der Vorteil wäre, dass du die Anlage nicht in den vorhandenen Blitzschutz einbinden musst und daher u.a. die Gleichstromleitungen nicht mit separaten Kombiableitern am Eingang ins Gebäude absichern musst.
2.Möglichkeit: Einbindung in den Blitzschutz und Aufständerung nach Süd Bei 15°Aufständerung gehen 105 Module der Kategorie 1,67x1,00 m aufs Dach (also nur 7 mehr als vorher), was bei einer unterstellten Modulleistung von 250 Wp eine Anlagenleistung von 26,25 kWp ergibt. Wegen der knapp 2 kWp mehr lohnt sich vermutlich keine Einbindung in den Blitzschutz!
3. Möglichkeit: Einhaltung des Trennungsabstandes und Aufständerung nach West+Ost Bei 15°Aufständerung gehen 144 Module der Kategorie 1,67x1,00 m aufs Dach, was bei einer unterstellten Modulleistung von 250 Wp eine Anlagenleistung von 36 kWp ergibt. Damit würdest du die Schallmauer von 30 kWp reißen.
4. Möglichkeit: Einbindung in den Blitzschutz und Aufständerung nach West+Ost Bei 15°Aufständerung gehen 160 Module der Kategorie 1,67x1,00 m aufs Dach, was bei einer unterstellten Modulleistung von 250 Wp eine Anlagenleistung von 40 kWp ergibt. Im Vergleich mit Möglichkeit 3. hast du hier 4 kWp mehr, aber auch geschätzte 4-5 TSD € Mehrausgaben für die Einbindung in den Blitzschutz.
Such dir eine Variante aus!
Von Feuerwehrschaltern habe ich leider keine Ahnung!
Viele Grüße Bento
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von sack1111 » 22.12.2011, 19:36
Hallo Bento,
vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort.Habe zwischenzeitlich auch ein wenig gemalt und komme als beste Lösung auch auf deine Variante Nr.1,setzst allerdings wirklich Modulmaße v.ca 1,67x1 m vorraus,sind ja gängige Maße.Dann hab ich einen Randabstand v.ca.1,4m und 0,5m zu den Blitzfängern.Das Leichtbausystem ist ja im Baukastenprinzip,glaube es auch für 25KW zu bekommen.
Da öffentl.Gebäude soll der Blitzschutz aber trotzdem(auch ohne Einbindung)angepasst werden,d.h.um ein paar zusätzliche Fangstangen komme ich wohl nicht herum,also auch Kosten,kann man übern Daumen sagen wieviel?
Wie siehts denn aus mit den WR im Heizungsraum,(Strings können durch leeren Schornsteinzug=kurzer Weg),wo auch die Elektroverteilung/Anschlußpunkt ist,geht das?Abstand der WR zu allem herum ist ja klar.
Wer eine gute und günstige(nicht billige)Firma kennt,bitte mal melden,würde mich freuen.
Michael
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von modila » 26.12.2011, 16:42
..,mit einem halben meter zum blitzschutz, diese zeiten sind lange vorbei !
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von sack1111 » 26.12.2011, 17:16
mit welchem Abstand vom Blitzschutz sollte man denn heutzutage rechnen?Ein Bekannter hat letzte Wo auch ein Flachdach belegt,da waren 50cm Abstand Stand der Dinge.
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von modila » 26.12.2011, 17:30
..,min. ist 1m, kommt aber auf die höhe des gebäudes an !
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