Rund um die Planung einer Solaranlage.
Moderator: Mod-Team
von Joehaennes » 15.06.2011, 08:09
Guten Tag alle zusammen, ich habe da mal eine Frage zum Eigenstromverbauch. Habe mich schon etwas belesen aber komme da nicht so richtig klar damit! Mein Solateur ist im Moment in Urlaub aber das Thema reizt mich nun doch etwas mehr wie ich dachte. Also Wir könnten eine PV Anlage mit 10 KW Leistung bauen Jahresleistung ca 10000 KWh. Unser Stromverbauch liegt bei ca 22.000 KWh. Nun meine Frage, kann ich den Strom saldieren oder bekomme ich nur den wirklich selbst verbrauchten Strom bezahlt und muss den anderen zur aktuell gültigen Einspeisevergütung ans Netz liefern? Ersteres wäre für mich ja ideal da ich ja bedeutend mehr Strom benötige als ich produzieren kann! ICh Danke euch für Eure antworten!
MFG Johannes
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von open source energy » 15.06.2011, 08:36
Joehaennes hat geschrieben:Unser Stromverbauch liegt bei ca 22.000 KWh.
 Was macht Ihr denn damit? Nun meine Frage, kann ich den Strom saldieren oder bekomme ich nur den wirklich selbst verbrauchten Strom bezahlt und muss den anderen zur aktuell gültigen Einspeisevergütung ans Netz liefern? Ersteres wäre für mich ja ideal da ich ja bedeutend mehr Strom benötige als ich produzieren kann! ICh Danke euch für Eure antworten!
MFG Johannes
Den Strom muss man zu genau dem Zeitpunkt verbrauchen wenn er erzeugt wird. Unter saldieren versteht man lediglich den Saldo der einzelnen Phasen! Wenn Ihr soviel Strom verbraucht, welchen Preis bezahlt Ihr für den Strombezug? Vielleicht lohnt sich der Eigenverbrauch dann gar nicht!
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von Joehaennes » 15.06.2011, 12:22
Wir sind ein Landwirtschaftlicher Betrieb und haben daher viele Lüfteranlagen und auch Heizplatten laufen! Die fressen halt einiges an Strom! Die Heizplatten sind dabei der größte Stromfresser! Nachteil ist halt das wir im Sommer, wenn die Anlage richtig dick läuft sind die Heizplatten früh aus da es warm in den Stallungen ist!
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von gonium » 17.06.2011, 12:22
Hallo Johannes, beim Eigenstromverbrauch kommt es hauptsächlich darauf an, dass Verbrauch und Erzeugung *gleichzeitig* passieren. Ich hab das mal hier aufgeschrieben: http://gonium.net/blog/2011/06/13/photo ... verbrauch/Wenn Lüfter etc. sowieso durchlaufen, kann das Sinn machen. Wie groß der Einfluss der Heizplatten ist, musst Du natürlich selber wissen. Schönen Gruß, -Mathias
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von Estomil » 17.06.2011, 12:27
Also wenn du mehr als 16 cent (netto) für deinen strom bezahlst, dann wirds schnell interessant. Schließlich bekommst du 12,xx cent für jede kwh die du selbst verbrauchst, und halt 28,xx für den Rest. Und das ist nur die aktuelle situation. Stell dir vor, die Strompreise steigen jedes Jahr. Dann wirds noch wesnetlich interessanter.
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von FBonNET » 17.06.2011, 12:51
Servus,
@gonium
Deine Niederschrift enthält einen kleinen Fehler.
Nur der Verbrauch über 30% wird mit 16,74 Cent vergütet, der Verbrauch bis 30% wird immer mit den 12,36Cent vergütet.
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von gonium » 17.06.2011, 13:15
Hi FBonNET, Du hast recht - wenn ich mir den §33(2) EEG [1] nochmal genau durchlese, dann ist die Vergütung zweistufig. Das ist in meiner Kalkulation so nicht enthalten. Das lässt sich -- wenn man einen einzelnen Tag betrachtet -- auch gar nicht so einfach einrechnen, denn ich kann nicht wirklich entscheiden, wie hoch der Anteil > 30% Eigenverbrauch ist. Insofern danke für den Hinweis, ich werde einen Nachtrag an den Artikel hängen. Die generelle Aussage "es kommt auf den Verbrauch an" bleibt aber denke ich valide. Schönen Gruß, -Mathias [1] http://dejure.org/gesetze/EEG/33.html
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von FBonNET » 17.06.2011, 13:19
Servus,
wollte nur drauf hinweisen, weil viele immer versuchen diese 30% Hürde zu erreichen und darüber zu kommen.
Und tageweise kann man das eh nicht betrachten, abgerechnet wird für das ganze Kalenderjahr.
Unser Eigenverbrauchswert ist auch mittlerweile knapp unter die 20% gerutscht, weil die Anlage mehr erzeugt als verbraucht werden kann.
Und verschwenden muss man den Strom trotzdem auch nicht.
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von Mühli » 17.06.2011, 13:46
Mein Eigenverbrauch liegt aktuell bei 78%...ein netter Wert. Gibt 15cent/kWh (bereits gemischt aus 12,xx und 16,xx) Da wir erst seit Frühling dran sind, wird der Winter das noch etwas Richtung 100% schieben... Verschwendet wird nix, das Aquarium ist halt hell erleuchtet
Gruß
6,6kWp West 92°, DN30°; 30xSolon Blue 220 an SB4000TL und 2100TL; 2008 16,92kWp, davon 5,64kWp Ost 88°, DN30°;24xSchott Poly 235; 11,28kWp Süd -10°, DN10° 48xSchott Poly 235 an STP 15; 2011 2,35kWp Südwest 72°, DN42°; 10xSchott Poly 235 an SB2100TL; 2011
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von gonium » 17.06.2011, 14:26
So, ich hab nun meine Simulation nochmal laufen lassen und einen Tag durchoptimiert. Auch mit der Annahme, dass ich unter 30% Eigenanteil liege, bleibt die Simulation bei den ursprünglichen Einschaltzeitpunkten für die Geräte. Die Erträge ändern sich allerdings etwas: War vorher der Vorteil der Eigenverbrauchsabrechnung bei 51 Eurocent, so sind es jetzt "nur" noch 42 Eurocent.
Qualitativ bleiben meine Aussagen allerdings gültig: Die Eigenverbrauchsabrechnung macht nur Sinn, wenn man auch entsprechende Verbraucher *zeitgleich* betreiben kann. Das bietet Möglichkeiten zur Optimierung und dem automatischen Gerätebetrieb, z.B. durch ein Hausbussystem.
@FBonNET: Danke für den Hinweis!
Gruß, -Mathias
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