Rund um die Planung einer Solaranlage.
Moderator: Mod-Team
von elfaro » 02.09.2012, 15:37
Die Infos sind wichtig, um die Anlagen zu optimieren. Zwar fehlen jetzt noch Angaben zur neuen Anlage wie Ausrichtung, Dachneigung und die Info zu deinem Stromverbrauch, aber gleiche Ausrichtung der Neuanlage unterstellt und 3000 kWh Stromverbrauch, ergibt sich folgende Lösung... Für die Erweiterung hast du wohl an 60-Zeller mit ca. 250W gedacht? Bei einem so kurzen String sind Module mit hoher Spannung wichtig, daher wären eher 96-Zeller angebracht, die allerdings etwas breiter ausfallen (ca, 1,07 m). 72-Zeller nutzen dieselben Zellen und kämen auch in Frage. Mit der neuen Anlage müsstest du die 70%-Regelung machen und würdest einen WR wie den SB 1300TL benötigen, der aber nur 94% WG hat und etwa 650 EUR kostet. Auch die derzeitige Anlage bringt nur ca. 95% WG bzw. eher weniger wegen der schlechten Spannungslage. Daher wäre eine sinnvolle Überlegung, die Anlagen gemeinsam an einen großen WR zu hängen. Bei dann ca. 8 kWp wäre ein KACO 10.0TL mit über 97% WG eine gute und günstige Wahl. Das Hausdach müsste dann umgestringt werden auf 2x16M und ein Module würde nicht angeschlossen, läge quasi als Reserve auf dem Dach. Man könnte zur Not auch eine 17er-String parallel mit einem 16er an einem Tracker betreiben, aber das führt zu gewissen Anpassungsverlusten. Insgesamt erscheint es aber auch nicht ratsam auf ein Modul zu verzichten, da sich dadurch die ganze Operation als wenig wirtschafltich herausstellen würde. Daher bliebe noch eine dritte Variante, die ohne Dacharbeiten am Haus möglich wäre: Zwei 11er-Strings zu einem 22er-String zusammenfassen und an den ersten Tracker hängen, den dritten 11er-String dann an den zweiten Tracker. Während das Garagendach in der ersten Varianten am zweiten Tracker des KACO hängt, würde bei letzten Lösung einer der SB 2100TL dafür genutzt werden. Wirtschafltich stellt es sich dann so dar, dass der KACO schon mal 1250 EUR teuerer ist als der eingangs erwähnte SB 1300TL. Durch den besseren WG bringt er auf dem Hausdach in der 22er-String-Variante min. 450 EUR (2% mehr WG) an Zusatzerträgen über die Laufzeit, eher sogar Richtung 700 EUR (3% mehr WG). Auf dem Garagendach lassen sich ca. 100 EUR mehr herausholen und der Verkauf der beiden gebrauchten SB 2100TL dürfte min. 700 EUR einspielen. In Summe ergibt das dann Gleichstand oder einen gewissen Vorteil für die umfassende Lösung mit dem KACO. http://www.ebay.de/itm/SMA-2100-TL-Wech ... 4169f73f74Beim EV gilt für dich, dass du mit der neuen Anlage gute 700 kWh selbst verbrauchen kannst, würdest du die alte Anlage mit einbeziehen, dann wären nochmals fast 400 kWh mehr drin. Außerdem wird die Altanlage mit rechnerisch 16,38 ct/kWh, die neue ca. 18 ct/kWh an EV-Kosten produzieren - jeweils netto, du führst die MwSt direkt ans FA ab. Das spricht alles für die EV-Nutzung mit beiden Anlagen. Zählerseitig würde für die Neuanlage nur der Bezugszähler gegen einen 2-R-Zähler getauscht werden. Wenn beide Anlagen mit EV betrieben werden, dann müsste neben diesem Zählerwechsel noch statt des PV-Zählers ohne Rücklaufsperre einer ohne Rücklaufsperre verbaut werden. Gehört der PV-Zähler dir selbst, würde ich diesen nicht austauschen und die geringen Verluste durch den WR-Verbrauch in Kauf nehmen, verglichen mit den Unkosten eines Tausches sind die vernachlässigbar. Soweit, so schön. Jetzt könnten vom VNB noch gewisse Einwände kommen. Für die Neuanlage wird er Blindleistung fordern. Entweder akzeptiert er, dass der große KACO mit der Altanlage diese Bereitstellung übernimmt oder du hängst die Garage statt des 11er-Strings an den KACO - zumindest ggü. dem VNB. Zweiter Punkt ist die Phasenschieflast durch den einzelnen SB 2100TL. Hier müsstest du abklären, ob der VNB dies inzwischen absegnet oder eben 16er-/17er-Strings bilden. In dem Fall hättest du einen weiteren WR zum Verkauf und zur Kompensation der Umstringkosten.
Standort: 56xxx (Koblenz), PVgis10: 857kWh/kWp PV-Anlage: 7,60 kWp Fire Energy FE-190M an Power-One PVI-5000 Dach 1: NO mit -118°S, DN 25°, 2x9M / Dach 2: SW mit +62°S, DN 25°, 2x11M
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von Spako75 » 26.09.2012, 16:50
So, da bin ich wieder. Nach langen warten hab ich immer noch kein Angebot erhalten. Ist wohl unrentabel für die Firmen Also mach ich es jetzt selber. Denke ich Brauche 6 Module und 1 WR. Wenn ich das richtig gesehen habe gibt es nur einen 1300WR oder 1700WR, was bedeuten würde, das ich 6 Module mit 220kwp bzw. 225kwp für den 1300WR nehmen würde. Da ich aber absolut keine Ahnung habe , wäre ich für Modul und WR "Kauftipps" dankbar Ach ja, sind Multicrystaline Module eigentlich schlechter als Polycrystaline? Denn wenn ich die: http://shop.solar-pur.de/Solarmodule/Yi ... modul.html nehme dann könnten 7 Module aufs Dach und der 1700WR Für Hilfe bin ich sehr dankbar. Gruß Lars
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von smoker59 » 26.09.2012, 18:10
Spako75 hat geschrieben: dann könnten 7 Module aufs Dach und der 1700WR
Das hat @elfaro doch schon geschrieben: Mit der neuen Anlage müsstest du die 70%-Regelung machen und würdest einen WR wie den SB 1300TL benötigen.....
7x0,250 wp=1,75 kwp Generatorleistung, davon 70 % -> 1,225 kwp, ein SB 1300 reicht also und muss auch noch auf 1,22 kw gedrosselt werden.
mit freundlichem Gruß smoker59
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von Spako75 » 26.09.2012, 19:31
smoker59 hat geschrieben:
7x0,250 wp=1,75 kwp Generatorleistung, davon 70 % -> 1,225 kwp, ein SB 1300 reicht also und muss auch noch auf 1,22 kw gedrosselt werden.[/quote] Sorry, aber wie gesagt, ich kenn mich nicht wirklich aus. Ich habe immer gedacht. WR-Leistung ergibt Modulleistung + 5% ? Oder hab ich jetzt was missverstanden? Wie drosselt man den WR? Bekommt das mein befreundeter Elektromeister hin? Danke Lars
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von smoker59 » 26.09.2012, 20:18
Spako75 hat geschrieben:Sorry, aber wie gesagt, ich kenn mich nicht wirklich aus. Ich habe immer gedacht. WR-Leistung ergibt Modulleistung + 5% ?
Ist ja keine Schande, schließlich gibt`s diese Regelungen noch nicht so lange, erst seit Anfang des Jahres. Beim Bau deiner alten Anlage gab`s noch keine 70%-Regelung, Einspeisemanagement oder Blindleistungsbereitstellung. Also der ganze Kram mit dem sich Anlagenbetreiber seit 01/2012 herumschlagen müssen. Spako75 hat geschrieben:Wie drosselt man den WR? Bekommt das mein befreundeter Elektromeister hin? Danke Lars
Ich kenne deinen Freund nicht, weiss also nicht inwiefern er sich mit der Konfiguration von PV-Wechselrichtern auskennt. Bei SMA-Wechselrichtern benötigt er eine Zugangsberechtigung für den Installateurzugang. Meines Wissens bekommt man die bei SMA gegen Nachweis einer entsprechenden Qualifikation. Der Meisterbrief sollte da m.E. ausreichen. Man sollte sich aber genau anschauen, was man da verstellt  Dabei kann auch einiges schief gehen, also zur gegebenen Zeit vorher hier im Forum nochmal nachfragen.
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von sundevil » 26.09.2012, 20:40
smoker59 hat geschrieben:Bei SMA-Wechselrichtern benötigt er eine Zugangsberechtigung für den Installateurzugang. Meines Wissens bekommt man die bei SMA gegen Nachweis einer entsprechenden Qualifikation.
Istd as bei anderen WR.HErstellern auch so? 
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von win_solar » 26.09.2012, 20:48
Hallo, so wie ich das sehe handelt es sich bei dem ausgewählten Modul um einen 60-Zeller. Da ergibt sich bei 7 Modulen eine schwache Spannungslage. Besser geeignet wären die schmäleren 72-Zeller (siehe @elfaro), z.Bsp. Suntech STP200-S24-Ud. ( Solaragentur 0,71€/W) Wieviele würdest du von denen aufs Dach bringen? So wie ich das sehe möchtest du an der alten Anlage nichts ändern, da du auf @elfaros Beitrag nicht reagiert hast?! Gruss Win
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von smoker59 » 26.09.2012, 21:29
win_solar hat geschrieben:So wie ich das sehe möchtest du an der alten Anlage nichts ändern, da du auf @elfaros Beitrag nicht reagiert hast?!
Ich hab den TS so verstanden, daß er die Erweiterung jetzt selbst (und Hilfe durch einem befreundeten Elektromeister) ausführen möchte, da er keine brauchbaren Angebote für elfaro`s Vorschlag bekommen hat. Spacko75 hat geschrieben:Nach langen warten hab ich immer noch kein Angebot erhalten. Ist wohl unrentabel für die Firmen  ...... Also mach ich es jetzt selber......
@sundevil: Istd as bei anderen WR.HErstellern auch so? 
keine Ahnung, ich hab das nur bei SMA so gelesen. Da gibt`s bei denen im Downloadbereich so ein Formular, mit dem man das beantragen kann.
mit freundlichem Gruß smoker59
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von Spako75 » 26.09.2012, 23:03
Nochmal ich. Die alte Anlage soll so weiterlaufen wie gehabt. Die Neue hat nicht viel Platz 3m x 3,5 m, also 6 Platten.Südausrichtung 34 Grad Dachneigung. Anlage soll eigentlich nur für den Eigenverbrauch genutzt werden. Keine Vergütung also. Dazu braucht man ja einen anderen Zähler. Wenn ich jetzt schon einen Gedankenfehler habe bitte korrigieren. Dann muss ich doch keine 70% Lösung machen, oder? Ach ja, mein Stromverbrauch ist 3500kwh per anno. Wird aber bald mehr wegen Brauchwasserwärmepumpe. Darum der Eigenverbrauch und keine Einspeisung. Wir wollen nur unsere Fixkosten damit senken. So wie ich jetzt gelesen habe ist es besser Module mit mehr Zellen zu kaufen. Weil mehr Spannung und dadurch bessere Erträge. Das hat jetzt nichts mit Faulheit zu tun,weil ich nicht selber nachschauen möchte, aber was würdet Ihr auf "Euer" Dach bauen wenn Ihr ich wärt? Gruß Lars Wenn noch was nicht klar ist oder Fragen offen sind, einfach fragen, das tue ich ja uch 
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von Spako75 » 26.09.2012, 23:06
elfaro hat geschrieben:Die Infos sind wichtig, um die Anlagen zu optimieren. Zwar fehlen jetzt noch Angaben zur neuen Anlage wie Ausrichtung, Dachneigung und die Info zu deinem Stromverbrauch, aber gleiche Ausrichtung der Neuanlage unterstellt und 3000 kWh Stromverbrauch, ergibt sich folgende Lösung... Für die Erweiterung hast du wohl an 60-Zeller mit ca. 250W gedacht? Bei einem so kurzen String sind Module mit hoher Spannung wichtig, daher wären eher 96-Zeller angebracht, die allerdings etwas breiter ausfallen (ca, 1,07 m). 72-Zeller nutzen dieselben Zellen und kämen auch in Frage. Mit der neuen Anlage müsstest du die 70%-Regelung machen und würdest einen WR wie den SB 1300TL benötigen, der aber nur 94% WG hat und etwa 650 EUR kostet. Auch die derzeitige Anlage bringt nur ca. 95% WG bzw. eher weniger wegen der schlechten Spannungslage. Daher wäre eine sinnvolle Überlegung, die Anlagen gemeinsam an einen großen WR zu hängen. Bei dann ca. 8 kWp wäre ein KACO 10.0TL mit über 97% WG eine gute und günstige Wahl. Das Hausdach müsste dann umgestringt werden auf 2x16M und ein Module würde nicht angeschlossen, läge quasi als Reserve auf dem Dach. Man könnte zur Not auch eine 17er-String parallel mit einem 16er an einem Tracker betreiben, aber das führt zu gewissen Anpassungsverlusten. Insgesamt erscheint es aber auch nicht ratsam auf ein Modul zu verzichten, da sich dadurch die ganze Operation als wenig wirtschafltich herausstellen würde. Daher bliebe noch eine dritte Variante, die ohne Dacharbeiten am Haus möglich wäre: Zwei 11er-Strings zu einem 22er-String zusammenfassen und an den ersten Tracker hängen, den dritten 11er-String dann an den zweiten Tracker. Während das Garagendach in der ersten Varianten am zweiten Tracker des KACO hängt, würde bei letzten Lösung einer der SB 2100TL dafür genutzt werden. Wirtschafltich stellt es sich dann so dar, dass der KACO schon mal 1250 EUR teuerer ist als der eingangs erwähnte SB 1300TL. Durch den besseren WG bringt er auf dem Hausdach in der 22er-String-Variante min. 450 EUR (2% mehr WG) an Zusatzerträgen über die Laufzeit, eher sogar Richtung 700 EUR (3% mehr WG). Auf dem Garagendach lassen sich ca. 100 EUR mehr herausholen und der Verkauf der beiden gebrauchten SB 2100TL dürfte min. 700 EUR einspielen. In Summe ergibt das dann Gleichstand oder einen gewissen Vorteil für die umfassende Lösung mit dem KACO. http://www.ebay.de/itm/SMA-2100-TL-Wech ... 4169f73f74Beim EV gilt für dich, dass du mit der neuen Anlage gute 700 kWh selbst verbrauchen kannst, würdest du die alte Anlage mit einbeziehen, dann wären nochmals fast 400 kWh mehr drin. Außerdem wird die Altanlage mit rechnerisch 16,38 ct/kWh, die neue ca. 18 ct/kWh an EV-Kosten produzieren - jeweils netto, du führst die MwSt direkt ans FA ab. Das spricht alles für die EV-Nutzung mit beiden Anlagen. Zählerseitig würde für die Neuanlage nur der Bezugszähler gegen einen 2-R-Zähler getauscht werden. Wenn beide Anlagen mit EV betrieben werden, dann müsste neben diesem Zählerwechsel noch statt des PV-Zählers ohne Rücklaufsperre einer ohne Rücklaufsperre verbaut werden. Gehört der PV-Zähler dir selbst, würde ich diesen nicht austauschen und die geringen Verluste durch den WR-Verbrauch in Kauf nehmen, verglichen mit den Unkosten eines Tausches sind die vernachlässigbar. Soweit, so schön. Jetzt könnten vom VNB noch gewisse Einwände kommen. Für die Neuanlage wird er Blindleistung fordern. Entweder akzeptiert er, dass der große KACO mit der Altanlage diese Bereitstellung übernimmt oder du hängst die Garage statt des 11er-Strings an den KACO - zumindest ggü. dem VNB. Zweiter Punkt ist die Phasenschieflast durch den einzelnen SB 2100TL. Hier müsstest du abklären, ob der VNB dies inzwischen absegnet oder eben 16er-/17er-Strings bilden. In dem Fall hättest du einen weiteren WR zum Verkauf und zur Kompensation der Umstringkosten.
Das ist ein super Antwort, aber das überfordert mich. Dafür kenn ich mich mit der Materie Strom und PV-Anlagen zu wenig aus. Trotzdem vielen Dank.
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