Anlage knapp unter oder über 10kWp besser?

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Anlage knapp unter oder über 10kWp besser?

Beitragvon Markus_Energie » 12.07.2012, 21:49

Hallo,
ist es jetzt besser, eine Anlage unter 10kWp zu bauen, oder leicht darüber?
Aufs Dach würden max 12,30kWp passen....
Ist eine Eigenverbrauchsquote von 10% machbar, bei einem 4-Personen-Haushalt?

Muß jetzt auch noch auf 70% gedrosselt werden; wahlweise Rundsteuerempfänger?

Wie sieht die Vergütung bei 12,30kWp aus?
bekomme ich für 10kWp mehr, als für die restlichen 2,30kWp, oder wird die geringere Vergütung für die gesamten 12,30kWp gerechnet?
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Re: Anlage knapp unter oder über 10kWp besser?

Beitragvon win_solar » 12.07.2012, 21:56

Markus_Energie hat geschrieben:ist es jetzt besser, eine Anlage unter 10kWp zu bauen, oder leicht darüber?
Aufs Dach würden max 12,30kWp passen...
Ist eine Eigenverbrauchsquote von 10% machbar, bei einem 4-Personen-Haushalt?.

Hallo Markus,
bis 10kWp musst du keinen Eigenverbrauch generieren, >10kWp sind 10% Eigenverbrauch nötig, das sollte bei einem 4-Personenhaushalt zu schaffen sein, sofern tagsüber jemand zuhause ist

Muß jetzt auch noch auf 70% gedrosselt werden; wahlweise Rundsteuerempfänger?

ja, entweder oder (bei 12kWp eher Einspeisemanagement bei Süddach)

Wie sieht die Vergütung bei 12,30kWp aus?
bekomme ich für 10kWp mehr, als für die restlichen 2,30kWp, oder wird die geringere Vergütung für die gesamten 12,30kWp gerechnet?

anteilig, 10kWp ca. 19ct, 2,3kWp ca. 18ct
Gruss Win
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Re: Anlage knapp unter oder über 10kWp besser?

Beitragvon Markus_Energie » 13.07.2012, 18:14

Hallo, danke für die Info.

Würde gerne meinen Eigenverbrauchsanteil erhöhen. Dachte an einen Heizstab im Pufferspeicher.
Hab mal wo gelesen, daß der SolarLog Leistung AC-seitig messen kann, und ab einem bestimmten Wert Verbraucher zu- bzw. abschaltet..... stimmt das?

macht das überhaupt Sinn? Oder soll ich besser möglichst viel einspeisen?
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Re: Anlage knapp unter oder über 10kWp besser?

Beitragvon Helpless » 13.07.2012, 19:04

Eigenverbrauch macht denke ich sicherlich Sinn, schließlich kostet der Strom mehr als du für deinen bekommst. Es macht aber auch zusätzlich Arbeit, z.B. muss der Eigenverbrauch in die Steuererklärung etc.

Aber was immer du tust, niemals einen Heizstab benutzen. Das wäre pure sinnlose Verbrennung von Energie und Geld! Eine Wärmepumpe wäre was anderes. Versuchen den Verbrauch im Haushalt an die gerade erzeugte Energie an zu passen sicherlich erstrebenswert.
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Re: Anlage knapp unter oder über 10kWp besser?

Beitragvon Markus_Energie » 13.07.2012, 21:38

Wärmepumpe wäre eine riesige Investition. Habe einen Pufferspeicher und einen Holzkessel dazu.
Möchte zu mindestens im Sommer für Warmwasser die Holzheizung außer Betrieb lassen.

Und für Wärmepumpen gibts ja Vergünstigte Stromtarife.

Heizstab wäre für mich die einfachste und günstigste Lösung, dachte ich.......

Interessant wäre für mich zu wissen, ob der SolarLog die Leistung AC-seitig regeln kann (wegen der 70%-Regelung)
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Re: Anlage knapp unter oder über 10kWp besser?

Beitragvon win_solar » 14.07.2012, 10:12

Markus_Energie hat geschrieben:Interessant wäre für mich zu wissen, ob der SolarLog die Leistung AC-seitig regeln kann (wegen der 70%-Regelung)

Hallo,
der Solarlog kann den Wechselrichter auf eben diesen 70% Wert begrenzen, bei Einspeisemanagement kann er dem Wechselrichter je nach Eingangssignal vom RSE auch 100%/60%/30%/0% Einspeiseleistung vorgeben.
Die AC-Leistung regeln kann er jedenfalls nicht!
Gruss Win
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Re: Anlage knapp unter oder über 10kWp besser?

Beitragvon Markus_Energie » 14.07.2012, 15:46

meine Frage ist, ob er am Einspeisezähler die AC-Leistung mißt, und ich vorher meinen Eigenverbrauch abzweigen kann, oder ob er nur die DC-Leistung begrenzen kann.........?
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Re: Anlage knapp unter oder über 10kWp besser?

Beitragvon solarlux » 14.07.2012, 16:54

Markus_Energie hat geschrieben:Wärmepumpe wäre eine riesige Investition. Habe einen Pufferspeicher und einen Holzkessel dazu.
Möchte zu mindestens im Sommer für Warmwasser die Holzheizung außer Betrieb lassen.



Helpless hat geschrieben:Aber was immer du tust, niemals einen Heizstab benutzen. Das wäre pure sinnlose Verbrennung von Energie und Geld! Eine Wärmepumpe wäre was anderes.

Helpless,

bestimmt kannst Du deine Aussage/-Behauptung mit handfesten Daten untermauern, das sich eine Wärmepumpe für diesen 4-Personenhaushalt rechnen würde, wenn es das Ziel ist, im SOMMER das Brauchwasser für Dusche/Bad/Küche zu erwärmen, sodass der Holzkessel i.d. Sommerzeit möglichst nicht betrieben werden muss.

Zugrundegelegt werden muss dann ein Stromtarif für die besagte Wärmepumpe, die Anschaffungskosten der Wärmepumpe, die Betriebskosten (Strombezugskosten, Wartung UND ggf. die Zählergebühr für den 2. Meßstellenbetrieb eines Wärmepumpenzählers!)

Der Threadersteller denkt, das die WP seih viel viel zu teuer und unwirtschafltich. Du dageben behauptest das Gegenteil, und kannst das hoffentlich mit Zahlen und einer Rechnung beweisen.

Also bin sehr sehr gespannt auf die Rechnung;

Heizkosten konvertionell per Holzkessel für's Brauchwasser bei gekauftem Holz:

Geschätzt 20 bis max. 30 Euro Holz pro Sommermonat fürs Brauchwasser.

Die Wärmepumpe ink. Anschaffung/Errichtung, Stromkosten, Wartung, Betriebskosten, ggf. Kreditzinsen, Abschreibung müssten günstiger sein als 30 Euro/Sommermonat (März-September) damit sich die Anschaffung in xxx Jahren, besser in xx oder x Jahren rechnet.
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Re: Anlage knapp unter oder über 10kWp besser?

Beitragvon Markus_Energie » 14.07.2012, 17:33

Ja, so sehe ich das auch.
Ich möchte erreichen, daß ich mit der 70%-Regelung nichts verschenke. Dazu müsste der SolarLog aber in der Lage sein, am Netzverknüpfungspunkt die Leistung zu messen (angeblich geht das, über den S0)
Der SolarLog soll dann einfach bei mehr als 70% Einspeiseleistung den Heizstab zuschalten, und nicht den WR runterregeln.

Für den Rundsteuerempfaenger will unser EVU 950€ + MwSt.....


Würde gerne wissen, ob der SolarLog das kann (in den Unterlagen kann ich nichts dazu finden)

Hat zufällig jemand so etwas oder ähnliches?
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Re: Anlage knapp unter oder über 10kWp besser?

Beitragvon Helpless » 14.07.2012, 18:33

solarlux hat geschrieben:
Helpless hat geschrieben:Aber was immer du tust, niemals einen Heizstab benutzen. Das wäre pure sinnlose Verbrennung von Energie und Geld! Eine Wärmepumpe wäre was anderes.

Helpless,

bestimmt kannst Du deine Aussage/-Behauptung mit handfesten Daten untermauern, das sich eine Wärmepumpe für diesen 4-Personenhaushalt rechnen würde, wenn es das Ziel ist, im SOMMER das Brauchwasser für Dusche/Bad/Küche zu erwärmen, sodass der Holzkessel i.d. Sommerzeit möglichst nicht betrieben werden muss.

Zugrundegelegt werden muss dann ein Stromtarif für die besagte Wärmepumpe, die Anschaffungskosten der Wärmepumpe, die Betriebskosten (Strombezugskosten, Wartung UND ggf. die Zählergebühr für den 2. Meßstellenbetrieb eines Wärmepumpenzählers!)

Der Threadersteller denkt, das die WP seih viel viel zu teuer und unwirtschafltich. Du dageben behauptest das Gegenteil, und kannst das hoffentlich mit Zahlen und einer Rechnung beweisen.

Also bin sehr sehr gespannt auf die Rechnung;

Heizkosten konvertionell per Holzkessel für's Brauchwasser bei gekauftem Holz:

Geschätzt 20 bis max. 30 Euro Holz pro Sommermonat fürs Brauchwasser.

Die Wärmepumpe ink. Anschaffung/Errichtung, Stromkosten, Wartung, Betriebskosten, ggf. Kreditzinsen, Abschreibung müssten günstiger sein als 30 Euro/Sommermonat (März-September) damit sich die Anschaffung in xxx Jahren, besser in xx oder x Jahren rechnet.


Also gut. Sagen wir einmal er kommt im Monat mit 150kg Holz aus, dass einen Heizwert von ca 5KWh/1Kg hat. Dann verbraucht er für Warmwasser 150Kg * 5KWh/Kg= 750KWh.

Um 750KWh Wärme mit Heizstab zu erzeugen, braucht er 750KWh Strom. Nimmt er Solarstrom dafür, zahlt er durch den Verdienstausfall 750 * 0,18€ =135,-€. Nimmt er einen speziellen Tarif für Wärmeerzeugung (quasi den WP Tarif), zahlt er, zumindest bei mir in der Gegend 15ct/KWh, kostet also dann 750*0,15€=112,5€.

Eine WP nur für WW mit eigenem Speicher (300l) gibt es ab 999,-€. Im reinen Sommerbetrieb kann man von einem Durchschnittlichen COP von 3,5 ausgehen. Schliesst er das Ding einfach an (ohne speziellen Tarif) und lässt es wie den Heizstab koordiniert mit der Solarleistung laufen, ergeben sich folgende Kosten: 750/3,5 * 0,18€ = 38,57€. Geht man von 10Jahren Haltbarkeit aus und von 8Monaten Betrieb pro Jahr, kommt 999/80=12,5€ pro Monat dazu. In Summe 51,25€.

Ich muss nicht günstiger sein als das Holz, nur deutlich günstiger als der Heizstab. Denn
Helpless hat geschrieben:Aber was immer du tust, niemals einen Heizstab benutzen. Das wäre pure sinnlose Verbrennung von Energie und Geld! Eine Wärmepumpe wäre was anderes.


Ich habe nicht gesagt er soll eine WP benutzen. Ich habe gesagt bevor er einen Heizstab nimmt soll er eine WP benutzen. Die Vorgabe von ihm war
Möchte zu mindestens im Sommer für Warmwasser die Holzheizung außer Betrieb lassen.


Nun kann er sich entscheiden, ob ihm seine Bequemlichkeit die Mehrkosten im Monat von 21,25€ wert ist.
:juggle:
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