Anlage auf Mehrfamilienhaus - was gibt es zu beachten?

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Re: Anlage auf Mehrfamilienhaus - was gibt es zu beachten?

Beitragvon eggis » 03.09.2012, 18:08

Shajen hat geschrieben:Aber um die Diskussion zu beenden, ich werde dem Nachbarn folgenden Vorschlag unterbreiten:

Vor Unterschrift beim Notar soll ein Pacht / Mietvertrag aufgesetzt werden in dem folgendes geregelt ist:
- Er, bzw. beim Verkauf der Nacheigentümer für Schäden die in Zusammenhand mit der Solaranlage auftreten vollständig haftet. (Bzw. die Anlage dementsprechend versichern muss).

Eine Standardformulierung die so wohl in jedem Dachpachtvertrag enthalten ist.
Shajen hat geschrieben:- Mein Stromzähler muss bis Ende des Jahres auf mich laufen, nach Ende dieses Jahres ist ein Gemeinschaftszähler in Ordnung wenn er die Investkosten / Grundgebühr für diesen übernimmt.

...ist wohl kein Problem dich im kommenden Jahr mit einzubeziehen.
Shajen hat geschrieben:- Der angebotene Strompreis soll immer ca. 12% (entspricht aktuell 3 Cent bei einem Strompreis von 25 Cent / kWh, also dem aktuellen Eon Preis) unterhalb des Preises des jährlich in der Eigentümerversammlung neu zu wählenden Stromanbieters liegen.

Wenn du dich mit dem EON Preis anfreunden kannst, OK. Leider weiß man wie sehr sich die Spreizung zwischen Grundversorgertarif und dem günstigsten Alternativtarif entwickel. Evtl. sind die 3ct (12%) in Zukunft zu wenig?

Ein Tipp an deinen Nachbar habe ich noch. Er ist herzlich eingeladen sich hier im Forum zu informieren und sein Angebot hinsichtlich des Preis-Leistung-Verhältnisses bewerten zu lassen. ;)
Mit sonnigen Grüßen
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Re: Anlage auf Mehrfamilienhaus - was gibt es zu beachten?

Beitragvon Shajen » 03.09.2012, 19:22

Ich werde Ihm den Link zum Forum / diesem Beitrag hier mal mitteilen.
Er meint nur, dass alles total eilig ist, die Anlage müsste zwingend im Oktober wegen der staatlichen Förderung ans Netz gehen.
Könnt Ihr das bestätigen?

Übrigens, ich habe heute Nachmittag mal einen Arbeitskollegen von unserer Bauabteilung (nebenberuflicher Bausachverständiger und unter anderem Gerichtsgutachter und auch selbst Betreiber einer Solaranlage) bzgl. der Anlage gefragt. Er hat mir im Prinzip alles so wie hier geschrieben bestätigt. (Insbesondere, dass er die Leistung der Anlage und die Wirtschaftlichkeit kritisch sieht).
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Re: Anlage auf Mehrfamilienhaus - was gibt es zu beachten?

Beitragvon sundevil » 03.09.2012, 19:54

Shajen hat geschrieben:Ich werde Ihm den Link zum Forum / diesem Beitrag hier mal mitteilen.
Er meint nur, dass alles total eilig ist, die Anlage müsste zwingend im Oktober wegen der staatlichen Förderung ans Netz gehen.
Könnt Ihr das bestätigen?

Ab November sinkt die Vergütung deutlisch stärker. Beieilung ist richtig, aber man sollte da nichts überstürzen.
Unter Einbeziehung des Sü-Daches würde das sicher rentabler sein, aber kann ja sein, da es da mit dem geld bei Ihm nicht mehr paßt.
DOer gibt es andere Gründe warum nur diese 3 Dachteile in Frage kommen?
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Re: Anlage auf Mehrfamilienhaus - was gibt es zu beachten?

Beitragvon Shajen » 03.09.2012, 20:17

Grund war wohl ursprünglich, dass er die Anlage nur auf seiner Haushälfte installieren wollte.
Wobei das aus meiner Sicht eigentlich keine Rolle spielt, wenn die Dienstbarkeit eingetragen wird ist es ja egal für welche Dachfläche. Sofern das Geld nicht reicht, könnte er ja einfach die wirtschaftlicheren Flächen bebauen. (Habe ich ihm heute auch so vorgeschlagen. Desto wirtschaftlicher dann die Anlage wird, desto günstiger kann er ja auch den Strom weitergeben).
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Re: Anlage auf Mehrfamilienhaus - was gibt es zu beachten?

Beitragvon Shajen » 03.09.2012, 23:39

Eine letzte Frage noch:
Mir ist gerade eingefallen, dass mein Nachbar als Entgegenkommen auch einfach den Allgemeinstrom übernehmen könnte.

Unabhängig hiervon kann er dann später ein Angebot für den Strom machen.


Wäre das Fair? (Die Kosten für den Allgemeinstrom sind nicht sonderlich hoch).
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Re: Anlage auf Mehrfamilienhaus - was gibt es zu beachten?

Beitragvon eggis » 04.09.2012, 09:26

Shajen hat geschrieben:Eine letzte Frage noch:
Mir ist gerade eingefallen, dass mein Nachbar als Entgegenkommen auch einfach den Allgemeinstrom übernehmen könnte.

Unabhängig hiervon kann er dann später ein Angebot für den Strom machen.


Wäre das Fair? (Die Kosten für den Allgemeinstrom sind nicht sonderlich hoch).

Ich glaube da lässt er sich nicht drauf ein. ;) ...wenn ich dich richtig verstanden habe.
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Re: Anlage auf Mehrfamilienhaus - was gibt es zu beachten?

Beitragvon Shajen » 04.09.2012, 09:59

Warum sollte er nicht?
Das wäre doch eigentlich für alle ideal und die Kosten für Ihn relativ gut kalkulierbar. (Er muss ohnehin ca. 50% vom Allgemeinstrom bezahlen, gemäß seinem Eigentumsanteil).

Zudem habe ich eine Nacht darüber geschlafen und denke, dass es besser ist wenn ich meinen eigenen, unabhängigen Zähler behalte. Einmal umgebaut gibt es so schnell kein zurück mehr - dafür aber für die Zukunft reichlich Konfliktpotential um Preise, Wahl des Stromanbieters usw... (Insbesondere auch bei Eigentümerwechsel).

Selbst wenn ich mir da ein paar Euro spare lohnt sich die ganze Diskussion darum eigentlich nicht.
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Re: Anlage auf Mehrfamilienhaus - was gibt es zu beachten?

Beitragvon elfaro » 04.09.2012, 10:31

Den Allgemeinstrom ihm aufs Auge zu drücken, halte ich auch nicht für eine allzu gute Idee. Da ist dann zusätzliche Unsicherheit über die Höhe der Belastung mit im Spiel - andererseits könnte er die MwSt im Rahmen seines Unternehmens geltend machen.

Deine Überlegung mit 3 ct/kWh unter dem Preis des in der Eigentümerversammlung bestimmten Versorgers ist ebenfalls eine problematische Regelung. Denn wenn ihr euch konsequent auf den billigsten EVN einigt, dann ist es für den Nachbarn ein Verlustgeschäft. Und er hat ja noch Aufwand: Abrechnungen erstellen, Zahlungsrisiko, Zählereinbau/-miete etc. Außerdem könnt ihr euch jederzeit aus der Stromlieferbeziehung ausklinken.

Dass es Konfliktpotential wegen der Wahl des Stromanbieters gibt, sehe ich allerdings auch. Bei den Preisen eher weniger, da es da nicht unbedingt moralisch aufgeladen zugehen muss. Mein Ansatz wäre auch gewesen, dass der Nachbar die Strombeschaffung organisiert und ihm niemand hineinredet. Er verkauft euch dann Strom und ihr entscheidet, ob sein Angebot attraktiv genug ist oder ihr lieber bei einem Dritten den Strom bezieht. Jährlich zwischen diesen Varianten zu wechseln, macht keinen Sinn, sondern nur Arbeit. Auf jeden Fall hat der Nachbar dann den Anreiz einen allseits guten Tarif aufzusetzen.

Für dich mit dem niedrigen Verbrauch ist der jährliche Anbieterwechsel mit Bonuszahlung gewiss attraktiver und wird es zunächst weiterhin bleiben. Dann machst du eben nicht mit, ist ja ok. Wenn du auf deinen eigenen Zähler vom VNB beharrst, könnte es aber unmöglich für den Nachbar werden, seine EV-Lösung umzusetzen - und damit gibt es wohl böses Blut. Bei EV - außer der aufwändigen Zwei-Sammelschienen-Lösung - kann es nur einen Anschlussnehmer und private Zähler dahinter geben. Inwieweit dein Zähler dann vom VNB gemietet werden kann und wer diese Kosten (ca. 9 EUR/a) trägt, wäre zu klären. Oder dein Nachbar installiert eben für dich einen Zähler, zahlt ihn selbst und räumt dir das Eigentumsrecht daran ein. Im Prinzip muss er dir auch kein Eigentum daran verschaffen, könnte auch sein eigener bleiben, aber wenn du den Strom fremdbeziehst, wäre das vllt die beste Lösung. Denn er kann seinen EV realisieren, du deine Boni kassieren und für den Zähler trägt er fortan keine Verantwortung - Eichung alle 8 (digital) bzw. 16 Jahre (Ferraris) - bzw. kann dir nicht nachher dumm kommen und seinen Zähler einfordern, falls es irgendwie mal Ärger gibt.
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Re: Anlage auf Mehrfamilienhaus - was gibt es zu beachten?

Beitragvon Shajen » 04.09.2012, 10:48

Die Diskussion um die ganze Anlage wird inzwischen schon richtig nervig.
Es gibt einfach einige Dinge zu klären bevor man so eine Anlage installiert.

Der Notartermin soll baldmöglichst stattfinden, was hinsichtlich der Förderung ja auch verständlich ist.
Aber trotzdem sollte davor z.B. eine Eigentümerversammlung stattfinden, in dem die ganzen Details besprochen werden.
Einen Plan wie das ganze umgesetzt wird haben ich noch nie gesehen. Zudem gibt es auch keinen Pachtvertrag für die Dachfläche - die kommerzielle Seite hin oder her - zumindest die Haftung gehört schriftlich geklärt bevor ein notarieller Vertrag zur Unterschrift vorgelegt wird.

Zu eurem Verständnis:
Anfangs war nur die Solaranlage im Gespräch und es wurde generell um Zustimmung gebeten. (Habe ich grundsätzlich gegeben, wenn davor alles, insbesondere die Haftung, geklärt ist). Eine Freundin von mir (Anwältin) hat gemeint, dass das Nutzungsrecht ohne "Entgegenkommen" rechtlich gegebenenfalls anfechtbar wäre, daher sollte der Nachbar darauf achten, dass er uns für die Nutzung der Dachfläche irgendwie entschädigt. Das habe ich Ihm so auch mitgeteilt.

Dann hies es erst, wir erhalten im Gegenzug den Strom auf 5 Jahre fest für 18 Cent. Jetzt 3 Cent unterhalb dem EON Preis ohne Grundgebühr für den Zähler.

Das ich dann fest an meinen Nachbarn als Stromversorger gebunden bin habe ich erst durch Nachfragen hier erfahren. Zudem weis ich bislang z.B. noch nicht, wie die Kabel von der Anlage in den Keller verlegt werden sollen etc...
Zuletzt geändert von Shajen am 04.09.2012, 10:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anlage auf Mehrfamilienhaus - was gibt es zu beachten?

Beitragvon sundevil » 04.09.2012, 10:50

elfaro hat geschrieben:Den Allgemeinstrom ihm aufs Auge zu drücken, halte ich auch nicht für eine allzu gute Idee. Da ist dann zusätzliche Unsicherheit über die Höhe der Belastung mit im Spiel - andererseits könnte er die MwSt im Rahmen seines Unternehmens geltend machen.

Die ist doch nur ein durchlaufender Posten. Die muß er natürlich auch weiter berechnen, wenn man das ganze nicht rgad schwarz macht :mrgreen:
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