Alte und neue Anlage mit Eigenverbrauch

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Alte und neue Anlage mit Eigenverbrauch

Beitragvon meintau » 11.07.2012, 19:20

Hallo
Auf mein Dach gehen noch 10 Module der Marke IBC z.b Polysol 230 TE oder 240 TE. SW 60 Grad DN 38 Grad
Ertrag etwa 930-1030 je nach Wetter :evil:
Jetzt meine Frage ich wollte ürsprünglich meine Garagenanlage 2,76Kwp von 2011 auf Eigenverbrauch umstellen.
Jetzt überlege ich eine neue Anlage mit 10 Modulen (70% Regelung) zu bauen und zwar wieder Selbstaufbau mit Anschluss Solarteur.
Ich habe noch einen Zählerplatz frei :!: Also entweder 1 neuer Zähler mit neuer Anlage auf Eigenverbrauch denn Rest so lassen.
Oder die neue und alte Anlage(2,76kwp) auf Eigenverbrauch zusammen auf einen Zähler.
Hausverbrauch ca 3500Kwh.
Ach ja RSE kostet vom RWE Miete und zwar 60 Euro pro Jahr.Die machen das nicht anders.
Was würdet ihr machen an meiner Stelle.
Gruß Andreas :danke:
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Re: Alte und neue Anlage mit Eigenverbrauch

Beitragvon elfaro » 12.07.2012, 01:09

Das ist relativ egal. Beide Anlagen bringen gute 20% EV bzw. 1150 kWh, die Altanlage würde 35% bringen bzw. 1000 kWh, die Neuanlage 40% EV bzw. 950 kWh. Wenn du dann mal die Preisunterschiede einrechnest, dann macht das nicht viel aus. Würde wohl beide Anlagen auf EV laufen lassen, um zukünftig nicht mehr umstellen zu müssen und nur einen Zähler zu benötigen.

Welches RWE ist denn VNB? RWE Westfalen? Die bieten nämlich auch den RSE zum Kauf an. Bei der Anlagengröße eh keine Alternative. Von wann ist die Altanlage - wegen des 12-Monatszeitraumes und der WR-Wahl. In der Größenklasse gibt es nichts vernünftiges.
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Re: Alte und neue Anlage mit Eigenverbrauch

Beitragvon meintau » 12.07.2012, 15:37

Hallo elfaro

Die Anlage ging am 15.06.2011 ans Netz also keine Erweiterung.Der VNB ist EWR Netz GmbH Worms.
Mir wurde gesagt man könne den RSE nur leihen was ich eh nicht vorhabe ich mache die 70% Regelung.Also du würdest beide über einen Zähler auf Eigenverbrauch laufen lassen.Da muss ich mal drüber schlafen.Ich warte mal das Angebot für die neue Anlage ab was die Kostet.
Ich dachte halt ich hab ja einen Zählerplatz frei aber dann hätte ich dann insgesamt 4 Zähler :shock: ist auch etwas übertrieben. :roll:
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Re: Alte und neue Anlage mit Eigenverbrauch

Beitragvon elfaro » 12.07.2012, 19:29

Hab mir deine Signatur angesehen und daraus deine komplette Anlage hergeleitet:
memberlist.php?mode=viewprofile&u=25321

Prinzipiell würde bei 70%-Regelung und 240W-Modulen für die neue Anlage ein SM 2000S reichen. Allerdings hätte ich eine andere Lösung anzubieten, die ich bevorzugen würde: Nimm die 230W-Module - sollte es günstiger geben, weil höhere Wattagen gefragt sind zur Zeit. Besorg dir einen großen KACO 14.0TL, an den du deine alten Anlagen ebenfalls anschließt. Müsstest du zwar auf dem Hausdach zwei Module umverstringen, aber da soll die Neuanlage wohl eh errichtet werden, kann man das also auch mitmachen. 2x20M+1x12M an dem WR wäre ganz ok und an die 2% mehr WG sollten drin sein. Das entspricht dann ca. 70 EUR/a bzw. 1000 EUR aggregiert bei Mehrkosten von ca. 1500 EUR. Die restlichen 500 EUR solltest du ohne weiteres durch den Verkauf deines WR-Sammelsuriums auf eBay erlösen können - sind ja noch nicht so alt, oder?

An technischen Anforderungen kannst du von dir aus Blindleistung mit cosphi=0,95 bereitstellen, auch wenn du nicht dazu genötigt wärst. Die 70%-Regelung gilt nur für den neuen Anlagenteil - jede andere Interpretation des VNB ist falsch und sollte er dir im Gesetz nachweisen. Die 30% Leistungsbegrenzung entschärfst du dadurch, dass sich diese auf die gesamte Anlage verteilen, und du kommst letztlich auf ca. 5% reale Leistungbegrenzung, was etwa der normalen UD entspricht. Statt 5% Ertragsverlust liegst du dann unter 1% und erwirtschaftest auf diese Weise nochmals aufaddiert gute 300 EUR, was o.g. Saldo auf 200 EUR schrumpfen lässt.

EV liefe dann über die komplette Anlage, was gute 10% EV-Quote bedeutet und ca. 1300 kWh. Ohne das jetzt im Detail nachzurechnen, halte ich die Variante für ebenbürdig den vorgenannten EV-Ansätzen.

Stellt sich noch die Frage: Von wann ist deine Hausdachanlage? Auch aus Juni 2011?
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Re: Alte und neue Anlage mit Eigenverbrauch

Beitragvon meintau » 12.07.2012, 19:40

Meine Hausanlage ist aus 2009 mit 2 Solarmax Wechselrichtern je auf 1 Phase an einem Zähler. Garagen Anlage 2011 auf die 3 Phase auch einen extra Zähler.Neue Anlage ????? Bin zurzeit mit der Lösung Garage und neue Anlage auf dem vorhandenen Zähler mit Eigenverbrauch eingeschossen.
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Re: Alte und neue Anlage mit Eigenverbrauch

Beitragvon elfaro » 12.07.2012, 19:53

Na, die 10 Module, die du neu verbauen willst, sind eine neue Anlage - die wohl aufs Hausdach hinzugebaut werden? Und da bietet es sich eben durchaus an, die WR komplett gegen ein einzelnes Gerät zu tauschen. Wo liegt für dich das Problem bei der Variante? Was bereitet Bauchschmerzen?
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Re: Alte und neue Anlage mit Eigenverbrauch

Beitragvon meintau » 12.07.2012, 20:24

Hallo elfaro
Ja die neue Anlage soll auf Hausdach meine bedenken naja umverstringen kein Problem.....
Aber wenn ich diesen Kaco kaufe wie sieht das Steuerlich aus ? Ich denke ich kann den ja nicht Abschreiben und wenn doch muss ich doch bestimmt den Verkauf der 3 Wechselrichter die ja abgeschrieben werden irgendwie angeben oder den Verkauferlös angeben ????? bin da etwas überfordert.Dann müste ja die alte Anlage aus 2009 mit der neuen an einen Zähler und die Garage bleibt so wie sie ist angeschlossen.Aber lohntsich der Umstieg auf Eigenverbrauch der Anlage aus 2009 ?
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Re: Alte und neue Anlage mit Eigenverbrauch

Beitragvon elfaro » 12.07.2012, 23:49

Steuerlich ist es auch kein großer Akt. Den KACO kaufst du ja, ziehst VSt und schreibst ihn einfach mit der neuen Anlage ab. Die alten WR verkaufst du. Dazu schreibst du eine Rechnung mit Ausweis der MwSt. Der Nettoerlös ist eine Einnahme wie auch deine Stromerlöse. Die WR schreibst du wohl korrekterweise direkt ab. Allerdings wirst du auch keinen Ärger bekommen, wenn du die Afa einfach weiterlaufen lässt - ist ja nur zu deinem "Nachteil".

Hinsichtlich des EV kommen alle Anlagen an einen gemeinsamen Zähler. Die Erträge werden anteilig den Anlagengrößen zugeordnet und mit den entsprechenden Vergütungssätzen multipliziert. Gleiches geschieht mit dem EV (als Differenz zwischen 2-R-Zähler und PV-Zähler).

Wenn alle Anlagen auf EV laufen, dann sparst du dir einen Zähler und brauchst deine Anlage nicht mehr umbauen, wenn in Zukunft die Strompreise höher ausfallen oder du mehr Strom selbst verbrauchen willst, weil ein Elektroauto in der Garage steht oder eine WP im Keller. Außerdem hast du in der Zwischenzeit ja einen etwas höheren absoluten Eigenverbrauch, was sich abhängig von deinen derzeitigen Bezugspreisen leicht positiv auswirken dürfte. Hab's nicht genau berechnet - fehlen auch Daten - aber geht wohl eh nur um vielleicht 20 EUR/a an Mehrkosten beim EV oder Fremdbezug. Nenn mal bitte deinen Strompreis (Grundpreis und variable Kosten).
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Re: Alte und neue Anlage mit Eigenverbrauch

Beitragvon meintau » 13.07.2012, 14:45

Hallo
Also der Grundpreis beträgt 82,92 Euro Netto.Der Verbrauchspreis + Stromsteuer 19,34 Netto

:danke:
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Re: Alte und neue Anlage mit Eigenverbrauch

Beitragvon elfaro » 14.07.2012, 02:11

Mal die Nettokosten gegenübergestellt:

0% EV, 100% Einspeisung:
- 3500 kWh Bezug
- 760 EUR

35% EV, 65% Einspeisung mit Garagenanlage (2011):
- 1000 kWh PV-Strom, 2500 kWh Bezug
- 158 EUR + 566 EUR = 724 EUR

40% EV, 60% Einspeisung mit Neuanlage (2012):
- 950 kWh PV-Strom, 2550 kWh Bezug
- 180 EUR + ca. 566 EUR = 746 EUR

20% EV, 80% Einspeisung mit Gargen- und Neuanlage (2011, 2012):
- 1150 kWh PV-Strom, 2350 kWh Bezug
- 196 EUR + 537 EUR = 733 EUR

10% EV, 90% Einspeisung mit allen Anlagen (2009, 2011, 2012):
- 1300 kWh PV-Strom, 2200 kWh Bezug
- 232 EUR + 508 EUR = 740 EUR

Das sind also die Vergleichswerte, wie gesagt findest du da Differenzen zwischen den EV-Varianten von 20 EUR. Nicht wirklich der Rede wert, da du zukünftig eben die Umstellung sparst und bei letzter EV-Variante die Zählermiete.
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