von Bento » 08.08.2012, 15:33
Hallo Klaus,
ich habe für Anlagen, die vor dem 30.06.2012 in Betrieb genommen wurden deutlich weniger als 16,- €/kWp gezahlt, allerdings hat es zum Schluss auch gar keinen richtigen Dachmarkt mehr gegeben, da die Nachfrage weit höher war als das Angebot. Daher wurden auch schon mal scheinbar utopische Preise gezahlt.
Allerdings braucht es schon etwas, wenn die höhere Dachpacht einem das Projekt unwirtschaftlich macht. Dann war es vorher schon knapp.
Die Idee, keine Dachpacht zu zahlen sondern stattdessen Strom zu liefern, der durch den Dachverpächter verbraucht werden kann, ist dadurch entstanden, dass gemäß § 33 EEG 2012 (ab 01.04.2012) ab einer Anlagengröße von 10 kWp nur noch 90 % der jährlich erzeugten Strommenge nach EEG vergütet werden. Da also 10% des Stromertrags für den Anlagenbetreiber faktisch wertlos sind, für den Dachverpächter jedoch sehrwohl eine Wert darstellen, liegt die Lösung "Dachpacht in Naturalien" auf der Hand.
Der dann umgerechnete Wert je kWp ist regional unterschiedlich und kann je nach Jahresertrag max. betragen:
- in Bayern: 1.100 kWh x 0,1854 €/kWh x 10 % = 20,39 €/kWp
- in NRW: 850 kWh x 0,1854 €/kWh x 10 % = 15,76 €/kWp
und reduziert sich natürlich noch um den Anteil des Strom, der nicht zeitgleich mit der PV-Stromerzeugung verbraucht werden kann.
Viele Grüße
Bento
Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
(Arnaud Desjardins)