"Kollektorformel" noch zeitgemäß?

Rund um die Planung einer Solaranlage.

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Re: "Kollektorformel" noch zeitgemäß?

Beitragvon rokra » 12.08.2012, 22:03

Hallo, Eggis,

Kennwort bei der Eingabe der Herstellungskosten oder was mache ich falsch?
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Beitragvon Trashman » 12.08.2012, 22:26

Ich denke bei Mittelfristigen Geldanlagen sind 3% realisierbar-aber ohne Risiko. Warum sollte ich stattdessen auf eine PV Anlage mit wirtschaftlichen Risiko setzen?
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Re: "Kollektorformel" noch zeitgemäß?

Beitragvon blomsky » 12.08.2012, 22:40

WOW - das ist ja mal ein lebendiges Formum hier, Respekt!!!

Ich danke Euch allen für Eure Beiträge und Denkanstöße. Die Anzahl und die Unterschiedlichkeit Eurer Reaktionen zeigen mir, dass die Frage wohl nicht so ganz dumm war, wie ich zunächst befürchtet hatte.

Um die aufgekommene Frage zu beantworten: die Anlagengrösse wird sich bei knapp unter 5 kwp bewegen. Unser Stromverbrauch liegt im Mittel bei 3500 kwh/Jahr.

"Reich" werden will ich mit der Anlage sicher nicht - aber eben auch nicht draufzahlen.
Mir ist schon klar, dass wir uns bemühen müssen, möglichst viel des produzierten Stroms dann auch selbst zu verbrauchen, also: Wasch- u. Spülmaschine , Trockner zeitgesteuert einsetzen. Möglicherweise vielleicht sogar warmes Wasser elektrisch erzeugen und nicht über die Brennwert-Gastherme? Da ich die Preisentwicklung hier einfach auch für den ausschlaggebenden Faktor bei der Berechnung ansehe.
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Re: "Kollektorformel" noch zeitgemäß?

Beitragvon eggis » 12.08.2012, 22:42

rokra hat geschrieben:Hallo, Eggis,

Kennwort bei der Eingabe der Herstellungskosten oder was mache ich falsch?

Die Herstellungskosten werden aus der gelb unterlegten Tabelle darunter übernommen.
Du kannst dort einzelne Positionen oder die Gesamtanlage eingeben.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: AW: "Kollektorformel" noch zeitgemäß?

Beitragvon JayM » 12.08.2012, 23:05

blomsky hat geschrieben:
"Reich" werden will ich mit der Anlage sicher nicht - aber eben auch nicht draufzahlen.
Mir ist schon klar, dass wir uns bemühen müssen, möglichst viel des produzierten Stroms dann auch selbst zu verbrauchen, also: Wasch- u. Spülmaschine , Trockner zeitgesteuert einsetzen. Möglicherweise vielleicht sogar warmes Wasser elektrisch erzeugen und nicht über die Brennwert-Gastherme? Da ich die Preisentwicklung hier einfach auch für den ausschlaggebenden Faktor bei der Berechnung ansehe.


Reich wirst Du mit einer 5 kWp Anlage sowieso nicht.
Die Kollektorformel ist ja nur eine Richtschnur. Wenn Du mit weniger als 5-6% zufrieden bist kannst Du ja mit 12 oder 13 mal Jahresertrag rechnen und kannst in den Jahresertrag noch Strompreiserhoehungen fuer den Eigenverbrauch reinrechnen.
Wenn Du bei 5 kWp um 200 Euro/kWp zu teuer liegst hast Du gerade mal 1000 Euro fuer einen guten Zweck ausgegeben ... . Dafuer dann halt keine Alufelgen beim naechsten Auto. Die rechnen sich auch nicht.

Warmwasser aus PV Strom ja, aber dann am besten mit einer WW Waermepumpe. Sonst ist Gas noch lange billiger.

Go for it!!

Gruss
Jochen

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Re: "Kollektorformel" noch zeitgemäß?

Beitragvon summerof69 » 12.08.2012, 23:56

http://www.test.de/Solarstrom-Vergleich ... 3-2391893/

Empfehle den Rechner von Stiftung Warentest. Funktioniert allerdings nur mit nicht allzu altem Exel oder Open Office.
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Re: "Kollektorformel" noch zeitgemäß?

Beitragvon Mühli » 13.08.2012, 00:15

Bei 5kwp und 3500kWh wird der Eigenverbrauch nicht so niedrig sein.
Schätze mal ~30% wenn man (wie geplant) sich an die Gegebenheiten anpasst.
WW würd ich weiterhin per Gastherme machen. Heizstab nur wegen dem Eigenverbrauch ist ökologisch nicht sinnvoll, da lieber noch Gas, den Strom können ja andere noch sinnvoller benutzen als ihn ohmsch zu verheizen.

Bei der Kalkulation würd ich also mal 30% Eigenverbrauch zu 25ct ansetzen, den Rest die Vergütung.
Werden wohl irgendwo 18,5ct sein, daraus lässt sich jetzt ein Mischpreis bilden.

Gruß
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Re: "Kollektorformel" noch zeitgemäß?

Beitragvon MBIKER_SURFER » 13.08.2012, 09:02

KFIGmbH hat geschrieben:Na dann eben das Geld aufs Sparbuch und mit 1% Zinsen den Reibach machen.


Sorry - abewer macht schon Sparbuch. 3,5 % sind momentan problemlos möglich bei 4 Jahre Anlagenzeit! Für unter 5 % würde ich keine PV machen, da eben unternehmerische Anlage. Sobald EV 30% oder höher - klar - sieht es ganz anders aus. Oder eben, sobald Speicherlösungen (bezahlbar) kommen :D

Gruß
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Re: "Kollektorformel" noch zeitgemäß?

Beitragvon KFIGmbH » 13.08.2012, 09:22

aber die Renditen sind ja bei PV auch weitaus höher als 5%. Es wird immer nur falsch berechnet! Für mich zählt die Kapitalwertmethode, also interner Zinsfuß. Da liegen wir immer noch bei 8% oder drüber. Nachteil dieser Methode: es wird vorausgesetzt dass die wiederkehrenden Erträge genauso wieder angelegt werden können. Das geht natürlich nicht. Die hier wohl verwendete Alternative - Betrachtung des Kontostands nach 20 Jahren und daraus resultierende Berechnung des Zinssatzes, ergibt weitaus geringere Renditen (wohl unter 5%). Aber der Ansatz ist falsch! Man bekommt das erste Geld ja schon im nächsten Monat (wenn man nicht gerade bei Eon Bayern ist ;-).
Wie ist es denn bei Aktien? Da spricht man doch auch von Dividendenrendite? Da käme niemand auf die Idee die kumulierten Dividendenerträge über einen längeren Zeitraum als Verzinsung darzustellen!
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Re: "Kollektorformel" noch zeitgemäß?

Beitragvon KFIGmbH » 13.08.2012, 09:28

Übrigens wird bei der Kapitalwertmethode auch davon ausgegangen, dass die Anfangsinvestition am Ende komplett weg ist. Das ist ja bei guten Modulen ja auch etwas untertrieben! Aber trotzdem 8%, mit einem Risiko (bei guten Modulen wohlgemerkt), das ja wohl deutlich unter einer vermieteten Immobilie (des deutschen beliebtestes Anlageobjekt) liegt.
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