Musterauslegung kleiner 3-phasiger WR für Österreich

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Re: Musterauslegung kleiner 3-phasiger WR für Österreich

Beitragvon Benutzer5 » 04.05.2012, 09:51

Hallo
Bin zwar nicht Ralf, aber warum nimmst nicht einen heimischen Fronius RL5.0.
Hintergrund: Beim Fronius kann niemand auf dumme Gedanken kommen, er muß zwingend mit 1x20 bzw 1x21 Modulen verstringt werden. Das kannst dann als Kunde leicht überprüfen - gehen nur zwei Solarkabel in den WR rein. 20 bzw 21 Module in einem String ist eine ganz passable Auslegung an beiden Geräten - im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Alex
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Re: Musterauslegung kleiner 3-phasiger WR für Österreich

Beitragvon dast » 04.05.2012, 21:47

Sobald das mit unserer PV-Anlage spruchreif ist, werd ich mir sicher den Fronius RL 5.0 mal anbieten lassen ...

Hätte noch ein paar Fragen zu den MPP-Spannungen des Kostal Piko 5.5:
  • Im Ein-Tracker-Betrieb ist eine Mindestspannung von 660V gefordert, d.h. wenn ich nur einen Tracker/String verwende sind min. 660V nötig, oder?
  • Im Zwei-Tracker-Betrieb ist eine Mindestspannung von 360V gefordert, d.h. wenn ich zwei Tracker mit jeweils einen String verwende sind min. 360V pro String nötig, oder?
  • Wie sieht es mit dem Drei-Tracker-Betrieb aus? Hier ist explizit keine MPP-Mindestspannung gegeben...
  • Wann ist die DC-Nennspannung heranzuziehen bzw. wie zu interpretieren?
Schon mal Danke für die Antworten!
dast
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Re: Musterauslegung kleiner 3-phasiger WR für Österreich

Beitragvon Benutzer5 » 04.05.2012, 22:35

dast hat geschrieben:Hätte noch ein paar Fragen zu den MPP-Spannungen des Kostal Piko 5.5:
  • Im Ein-Tracker-Betrieb ist eine Mindestspannung von 660V gefordert, d.h. wenn ich nur einen Tracker/String verwende sind min. 660V nötig, oder?
    Das kapiert keiner und ist logisch auch nicht zu erklären. Entweder ein Tracker und damit der Eingang ist unabhängig oder eben nicht.
  • Im Zwei-Tracker-Betrieb ist eine Mindestspannung von 360V gefordert, d.h. wenn ich zwei Tracker mit jeweils einen String verwende sind min. 360V pro String nötig, oder?
    Ja, aber auch hier ist der WG unterirdisch - siehe Nennspannung
  • Wie sieht es mit dem Drei-Tracker-Betrieb aus? Hier ist explizit keine MPP-Mindestspannung gegeben...
    Auch hier gelten für mein Verständnis 360V. Das liegt an der Beschreibung, die für alle Kostal gleich ist.
  • Wann ist die DC-Nennspannung heranzuziehen bzw. wie zu interpretieren?
Immer. Ist der Bereich (680V) in dem der eh schon schlechte WG überhaupt erst erreicht wird, sonst liegt er noch schlechter. Der Witz ist jetzt der, das man da aufgrund der zu geringen max zul. Eingangsspannung überhaupt nicht hinkommt.


Der 5.5 ist der größte Schwachsinn, da man die drei Tracker in der Leistungsklasse nicht sinnvoll belegen kann und man kann die Tracker auch nicht parallel schalten wie bei den anderen Kostal. Das Gerät ansich stellt nur durch sein Vorhandensein schon einen Sachmangel dar - meine persönliche Meinung.

Alex
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Re: Musterauslegung kleiner 3-phasiger WR für Österreich

Beitragvon Ralf Hofmann » 05.05.2012, 08:21

Hallo,

dast hat geschrieben:Im Ein-Tracker-Betrieb ist eine Mindestspannung von 660V gefordert, d.h. wenn ich nur einen Tracker/String verwende sind min. 660V nötig, oder?


ja, laut Datenblatt ist das so.
Allerdings verstehe ich nicht, warum.
Evtl. ist da eine Nachfrage beim Hersteller sinnvoll, ob man diese Spannung auch etwas unterschreiten kann ohne zuviel zu verlieren.

dast hat geschrieben:Im Zwei-Tracker-Betrieb ist eine Mindestspannung von 360V gefordert, d.h. wenn ich zwei Tracker mit jeweils einen String verwende sind min. 360V pro String nötig, oder?


Imho steht dazu gar nix im Datenblatt, ich würde nachfragen, ob das überhaupt möglich ist.

Grundsätzlich gilt, wie Alex schon geschrieben hat, dass der Pico 5.5 ein Scheißding ist und eigentlich nicht verbaut werden sollte.
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Musterauslegung kleiner 3-phasiger WR für Österreich

Beitragvon sith » 15.05.2012, 14:24

Ich finde diesen Thread auch sehr interessant. Als Laie kann ich jetzt die Zahlen in den Datenblättern ein wenig beurteilen, und mir auch angebotene Komponenten prüfen, ob die Auslegung völliger Schwachsinn ist, oder ob die Konfiguration so funktionieren könnte.

Ich hätte aber trotzdem eine Frage, inwieweit die Abweichung vom Idealfall eine Rolle spielt.

Mit wurden angeboten die Heckert Solar NeMo P210 zum Fronius RL 5.0
http://www.photovoltaikforum.com/database.php?dir_id=1&archive_status=3&mode=display&id=41213

25 Module (5,25 kWp) á 25,86 V = 646,5 V

Was „verschenke“ ich wirklich, wenn die Idealspannung 750V wäre? Der Spannungsbereich bei Nennleistung ist ja 330 – 850V.


:danke: Danke für eine Antwort,
Sith.
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Re: Musterauslegung kleiner 3-phasiger WR für Österreich

Beitragvon Ralf Hofmann » 15.05.2012, 18:06

Hallo,

sith hat geschrieben:Ich hätte aber trotzdem eine Frage, inwieweit die Abweichung vom Idealfall eine Rolle spielt.

25 Module (5,25 kWp) á 25,86 V = 646,5 V

Was „verschenke“ ich wirklich, wenn die Idealspannung 750V wäre? Der Spannungsbereich bei Nennleistung ist ja 330 – 850V.


kann ich für den Fronius leider nicht genau sagen, weil mir da - wie bei einigen anderen WR auch - eine wichtige Information fehlt, nämlich die Wirkungsgradkurve im Verhältnis zur Stringspannung.

Hat der Fronius eine recht flache Wirkungsgradkurve im MPP-Regelbereich, geht bei etwa 100 Volt weniger nicht viel verloren (was ich vermute).
Viele moderne Wechselrichter haben im MPP-Regelbereich einen nur 1,5 - 2% geringeren Wirkungsgrad, auch wenn sie weit ausserhalb der optimalen Spannung betrieben werden.
Es gibt aber auch ein paar Krücken, die dann 3-5% verlieren.

Ganz schlimm wird`s, wenn die Stringspannung auslegungsbedingt sowieso schon am unteren Bereich des MPP-Regelbereiches ist und dann noch Verschattung dazukommt.
Solche Fälle müssen unbedingt vermieden werden!
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Musterauslegung kleiner 3-phasiger WR für Österreich

Beitragvon sith » 15.05.2012, 21:19

Ich habe heute mit meinem Elektriker, wegen dem Errichtungszeitplan gesprochen, da musste er mir mitteilen, dass der Fronius erst wieder Ende August Anfang September erhältlich ist :cry:

Von wegen http://www.photovoltaikforum.com/fronius-news-f53/warten-auf-wechselrichter-%E2%80%93-nicht-mit-fronius-t76030.html

Sicher, der RL 5.0 ist in dieser Auflistung nicht dabei. Gelten diese Aussagen nur für Deutschland? Den Bruchteil der Wechselrichter, den Österreich benötigt, müssten doch seit April vorhanden sein. Und Pairan, die für Fronius diesen WR fertigen (nehme ich an) ist doch auch eine deutsche Firma, mit Kapazitäten, die jetzt verfügbar sein müssten.

Ich brauche jetzt schnell einen "Plan B", um das Projekt bis Ende Juni zu verwirklichen.
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Re: Musterauslegung kleiner 3-phasiger WR für Österreich

Beitragvon sonnenrat » 16.05.2012, 07:38

@ralf
danke für deine Ausführungen...leider wurden unzähligen österreichischen PV-Anlagenbetreibern von ihren Elektrikern in Unwissenheit der Sachlage eine Auslegung empfohlen, die jeglichem Fachverständnis entbehrt.
z.B. wird der Kostal Pico nach wie vor in Massen verbaut...oft mit zwei oder drei Strings...und dann noch mit Modultypen, die nicht dazu passen :shock:
übrigens der Danfoss 6 kW kostet für den Endkunden in Österreich ca.2.200,00; der Pico 5.5 ca.1.600,00; der angesprochene Fronius ca.1.700,00
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Re: Musterauslegung kleiner 3-phasiger WR für Österreich

Beitragvon Ralf Hofmann » 16.05.2012, 08:20

Hi,

sonnenrat hat geschrieben:danke für deine Ausführungen...leider wurden unzähligen österreichischen PV-Anlagenbetreibern von ihren Elektrikern in Unwissenheit der Sachlage eine Auslegung empfohlen, die jeglichem Fachverständnis entbehrt.


ja, leider. Darum habe ich diese Musterauslegung auch gemacht.

sonnenrat hat geschrieben:übrigens der Danfoss 6 kW kostet für den Endkunden in Österreich ca.2.200,00; der Pico 5.5 ca.1.600,00; der angesprochene Fronius ca.1.700,00


Danke für die Info.
Dann ist`s klar, der Fronius sollte im Normalfall verwendet werden, bei 2 verschiedenen Dachneigungen oder ähnlichen Indikationen der Danfoss, da sich der Mehrpreis über die Laufzeit auf jeden Fall rechnet.
Wenn der Pico mit geeigneten Modulen in passender Verstringung verwendet wird, ist`s auch o.k., aber nur dann.
MfG
Ralf Hofmann

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Re: Musterauslegung kleiner 3-phasiger WR für Österreich

Beitragvon friedrich19 » 16.05.2012, 19:02

Ich lese immer der Kostal Piko5.5 läuft schlecht.
Auf Sonnenertrag kann man aber nicht viel Unterschied zu anderen Wechselrichtern erkennen.
Richtig verbaut wie zB.22 REC AE225 Module auf einen String kann meine Anlage mit allen sehr
gut mithalten. Auch andere Anlagen mit Kostal Piko in Österreich haben eine sehr gute Leistung.
Wichtig ist immer nur die Leistung die mit der Anlage produziert wird, und nicht das was in verschiedenen Foren
geschrieben wird. Der Wirkungsgrad des Kostal kann nicht viel schlechter sein als alle anderen Wechselrichter.
Seht euch mal Anlagen bei Sonnenertag an. Meine Anlage "Sonnenfreund1"
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