länderspezifische Themen für Austria
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von waldhoera » 04.09.2011, 09:14
Liebe Photovoltaiker in Österreich: ich habe den Eindruck, dass man in Österreich als "Spinner" angesehen wird, wenn man für Photovoltaik begeistert ist und selber eine Anlage betreibt. Besonders enttäuscht bin ich über das Verhalten von Elektriker (deren Job es ja wäre) hier denke ich muß noch gewaltig Lobbying betrieben werden, insbesonders bei den jeweiligen Fachabteilungen in den Wirtschaftskammern, in den Berufsschulen etc. Was habt Ihr für eine Erfahrung ? LG Alois
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von Dachgold » 04.09.2011, 11:25
Hallo Walhoera,
es gibt noch seehr viel zu tun in Österreich. Aus meiner Sicht zeichnet sich jedoch gerade eine Trendwende ab. Auch die Wirtschaftskammer erkennt, dass es sich um ein Zukunftsgeschäft handelt. Mmn leider etwas zu spät um noch groß mitspielen zu können.
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von sonnenrat » 07.09.2011, 21:41
@ waldhorea Österreich gilt aus internationaler-europäischer Sicht betrachtet als eines der Photovoltaik-Schlusslichter. Kaum Planungssicherheiten, behördliche Willkür, behördliches Unwissen, politische Verhinderungstaktik von schwarz/rot, autokratisches Verhalten der Netzbetreiber, wenig Informationsfluss, wenig Weiterbildungsmöglichkeiten, schwache Interessensvertretungen weil mit der Politik verbündelt, führen daher zu äußerst geringen PV-Installationen im internationalen Vergleich. ...aber Gott sei Dank haben wir ja unseren Niki B. Umweltminister, der Österreich grün gemacht hat und noch machen wird 
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von Pontijack 60 » 28.10.2011, 19:52
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von Herrvolt » 28.10.2011, 20:16
sonnenrat hat geschrieben:Österreich gilt aus internationaler-europäischer Sicht betrachtet als eines der Photovoltaik-Schlusslichter.
Aber dafür hat das Land Wasserkraft, welche da wirklich was leistet. Es war auch ein Land welches ein AKW gebaut hat und dann den Mut hatte dieses nie einzuschalten. Also so weit ist das Land was erneuerbare Energie betrifft kein Schlusslicht, macht weiter so.
Wasserkraft, Energie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte Umweltschutz ist der Versuch die Erde zu erhalten, dass die Menschen noch darauf leben können. The earth isn`t a present from our parents, it is borrowed from our children.
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von xunilu » 30.10.2011, 21:51
Aber dafür hat das Land Wasserkraft, welche da wirklich was leistet. Es war auch ein Land welches ein AKW gebaut hat und dann den Mut hatte dieses nie einzuschalten.
Also so weit ist das Land was erneuerbare Energie betrifft kein Schlusslicht, macht weiter so.
... ich sehe/erlebe das anders. Wir haben noch einiges an Wasserkraftpotential (auch dezentral), dass umweltschonend integrierbar ist, und nicht gebaut wird. Windpotential ist auch sehr viel vorhanden. Ich sehe keinen "riesigen" Ausbau. Solange man mit billigem Atomstrom/-transport (Schiene CZ -> SLO bzw. IT) mehr verdient, wird "Öko" nicht rentabel, bzw. akzeptiert. PV in Österreich ist doch (politisch) nicht gewünscht. Im Ernst, was hat den der Niki B. Umweltminister für die PV-kleinbetreiber/Häuselbesitzer, dezentrale Eigenverbraucher gemacht? Hab ich da was versäumt?
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von Herrvolt » 30.10.2011, 22:02
Erstens Habt Ihr in Österreich kein AKW, welches am Netz ist. Dann kommt die Frage: Braucht Ihr PV oder Wind?. Möglicherweise erzeugen eure Kraftwerke zur Zeit genug? Die sollen ja im Winter sogar noch Strom nach Deutschland liefern, um die fehlende Kapazität der abgeschalteten AKW etwas abzufangen. Also kann es so schlimm nicht sein, dass unbedingt auf PV gesetzt werden muss.
Es geht nicht darum was du gerne siehst, es geht darum ob eure Netze stabil sind. Ich weis, dass auch kleine Wasserkraftwerke in Österreich laufen, also ist auch da was gemacht worden. Ansonsten denke ich dass bei euch Möglichkeiten für Wasserkraft vorhanden sind, wovon wir nur träumen können.
Aber das ganze ist meine persönliche Meinung, du kannst mich gerne eines besseren belehren.
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von xunilu » 30.10.2011, 22:44
Von Belehrungen halte ich nichts, will ich auch nicht. Das mit der zur Verfügung stehenden Energiequelle Wasser ist zwar richtig, jedoch überbewertet. In Deutschland gibt es auch Flüsse, die noch nicht (Vermutung) dafür genutzt werden dito auch die See. Wir haben eine Energiedeckung aus "Eigen(öko)kraft" von ca. 45 -60%, Rest ist Gas- (Kohle) und Zukauf (AKW). Im Winter haben wir "Niedrigwasser" und die Leistung ist unterm Durchschnitt bei Wasserkraft. Was verkaufen wir da nach Deutschland wo wir selber zukaufen müssen?
Ich bin auch gegen die AKW, nur hab ich bis heute nicht verstanden warum man die "sichersten" AKWś in EU abschaltet. Ich persönlich sehe das als Marketing Gag der Politik an. Es sind über 40GW Wind+PV in DE am Netz das die "Dauerläufer" alt-AKW an die Finanzertragsgrenze gebracht haben. Nebenbei, ein AKW kann man nicht so einfach "abschalten", nur vom Netz "abtrennen", das Runterfahren auf Sicherheit dauert viele Monate.
Das Bundesland Burgenland, im Osten von Österreich, will laut politischem Marketing 2010 "energieautark" durch Windkraft bis 2015 sein. Bin gespannt wie die das anstellen wollen, wenn Bundesland kein Geld, kaum Genehmigungsverfahren, Naturschutzgebiet, Anreinerproteste usw. als Hürden haben. Und diese Menge an Windmühlen in diesem Zeitraum nicht lieferbar sind.
Netzstabilität wird oft als Ausrede benutzt um "Hürden" für dezentrale, zyklisch einspeisende Energiepunkte zu haben. Das stellt nun auch meine persönliche Meinung dar. Es Freut mich, auch von den netten Nachbarn aus Deutschland im AT-Forumsteil zu hören.
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von ar0a » 30.10.2011, 22:51
Herrvolt hat geschrieben:Erstens Habt Ihr in Österreich kein AKW, welches am Netz ist. Dann kommt die Frage: Braucht Ihr PV oder Wind?. Möglicherweise erzeugen eure Kraftwerke zur Zeit genug? Die sollen ja im Winter sogar noch Strom nach Deutschland liefern, um die fehlende Kapazität der abgeschalteten AKW etwas abzufangen. Also kann es so schlimm nicht sein, dass unbedingt auf PV gesetzt werden muss.
Es geht nicht darum was du gerne siehst, es geht darum ob eure Netze stabil sind. Ich weis, dass auch kleine Wasserkraftwerke in Österreich laufen, also ist auch da was gemacht worden. Ansonsten denke ich dass bei euch Möglichkeiten für Wasserkraft vorhanden sind, wovon wir nur träumen können.
Aber das ganze ist meine persönliche Meinung, du kannst mich gerne eines besseren belehren.
in Österreich gibt es derzeit genügend kraftwerke, aber der zubau sind leider wenige wasserkraftwerke sondern gas bzw kohle. aus umweltschutz-/Tourismusgründen werden wasserkraftwerke momentan verhindert. für den export nach DE im winter werden afaik die derzeit abgeschalteten und nur mehr als kaltreserve vorgehaltenen braunkohlekraftwerke angedacht. wir haben keine Atomkraftwerke, aber trotzdem einen recht hohen anteil an Atomstrom im strommix, da einiges der grundlast billig aus dem ausland kommt und teuer als spitzenlast zurück geht^^ die Netze sind stabil, aber teilweise veraltet (40-60 Jahre) und es fehlen/fehlten die 2 extrem polarisierten 380kv schienen (Salzburg und steiermark). Dadurch, dass die Engergieversorger großteils noch im Würgegriff der Politik und verstaatlicht bzw verländert sind, gibt es den nachteil der nicht optimalen strukturen und etwas zu hohen preisen aber den Vorteil, dass Versorgungssicherheit sehr groß geschrieben wird (was wäre blöder als ein Stromausfall 2 Wochen vor den Wahlen  ) die EVUs haben eher das problem, dass sie nicht wissen wohin mit dem geld das sie als Netzentgelt bekommen, da die Preise um die Konkurenz auszuschalten sehr hoch angesetzt wurden. also Investitionen haben eher das problem, dass die genehmigengen nicht kommen, das geld reichlich ist vorhanden. Die kleinen Wasserkraftwerke sind oft in privater hand oder von kleinen dorf/stadt energieversorgern und hier ist sehr sehr oft eine sehr gute kooperation zwischen LandesEVU und dem betreiber zu finden. (zb freiwillige zur verfügungstellung eines mobilen ersatztrafos nach einem trafoschaden und hilfestellung bei der neubeschaffung) Auch bei der Revitalisierung dieser kleinen Kraftwerke gibt es Föderungen des Staates die sind das Liebkind der Politiker (zumindest die bestehenden^^ wenn es um neue geht dann ist jeder in Deckung  )
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von Pontijack 60 » 31.10.2011, 12:31
Pontijack 60 hat geschrieben:Guata Bua, da Niki Jack
Damit meinte ich daß Niki B die gute PR hauptsächlich für sich nutzt anstatt für die Förderung von EE'en Jack
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