Lobbying für Photovoltaik

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Re: Lobbying für Photovoltaik

Beitragvon Herrvolt » 01.11.2011, 21:31

ar0a hat geschrieben:für den export nach DE im winter werden afaik die derzeit abgeschalteten und nur mehr als kaltreserve vorgehaltenen braunkohlekraftwerke angedacht.
wir haben keine Atomkraftwerke, aber trotzdem einen recht hohen anteil an Atomstrom im strommix, da einiges der grundlast billig aus dem ausland kommt und teuer als spitzenlast zurück geht^^
Das ist der Vorteil eurer Wasserkraft, Ihr bekommt billigen Strom und verkauft den wieder teuer.
Ich wollte ich könnte Geld billig kaufen und dann teuer verkaufen.
ar0a hat geschrieben:die Netze sind stabil, aber teilweise veraltet (40-60 Jahre) und es fehlen/fehlten die 2 extrem polarisierten 380kv schienen (Salzburg und steiermark).
Nun es geht ja um das Lobby für die Photovoltaik. Auch wenn diese gefördert würde, so ändert das nichts an den Netzen.
Diese sind mit den vohandenen Kraftwerken ausreichend, warum sollen diese jetzt umgebaut werden?
ar0a hat geschrieben:Dadurch, dass die Engergieversorger großteils noch im Würgegriff der Politik und verstaatlicht bzw verländert sind, gibt es den nachteil der nicht optimalen strukturen und etwas zu hohen preisen aber den Vorteil, dass Versorgungssicherheit sehr groß geschrieben wird (was wäre blöder als ein Stromausfall 2 Wochen vor den Wahlen :-P )
Versorungssicherheit ist doch wichtig, oder? Durch PV, welche dann im Aufbau wäre, würde diese wohl aber auch auf Jahre nicht sicherer. Seid froh dass eure Wasserkraft so gut regelbar ist.
ar0a hat geschrieben:die EVUs haben eher das problem, dass sie nicht wissen wohin mit dem geld das sie als Netzentgelt bekommen, da die Preise um die Konkurenz auszuschalten sehr hoch angesetzt wurden. also Investitionen haben eher das problem, dass die genehmigengen nicht kommen, das geld reichlich ist vorhanden.
Was haben die EVU`s wiederum damit zu tun, ob PV nötig ist?
Wenn die genug Strom anders aus (zB. Wasserkraft) liefern können, so ist in dem Gebiet halt Wind und PV wirklich unnötig.
ar0a hat geschrieben:Die kleinen Wasserkraftwerke sind oft in privater hand oder von kleinen dorf/stadt energieversorgern und hier ist sehr sehr oft eine sehr gute kooperation zwischen LandesEVU und dem betreiber zu finden. (zb freiwillige zur verfügungstellung eines mobilen ersatztrafos nach einem trafoschaden und hilfestellung bei der neubeschaffung)
Auch bei der Revitalisierung dieser kleinen Kraftwerke gibt es Föderungen des Staates die sind das Liebkind der Politiker (zumindest die bestehenden^^ wenn es um neue geht dann ist jeder in Deckung :roll: )
Auch mein kleines Wasserkraft ist in privater Hand. Wie mehrere tausend kleine Wasserkraftwerke in Deutschland. Was spricht dagegen?
Die Regierung muss festlegen, welchen Preis es für eingespeisten Strom gibt. Für Wind, Wasser und PV. (Den Rest natürlich auch)
Eine Regierung ist Volkeswille (sollte es sein). Wenn das Volk dann keine PV will, dann soll es so sein. Ist meine Meinung.
Wasserkraft, Energie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte
Umweltschutz ist der Versuch die Erde zu erhalten, dass die Menschen noch darauf leben können.
The earth isn`t a present from our parents, it is borrowed from our children.
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Re: Lobbying für Photovoltaik

Beitragvon xunilu » 01.11.2011, 22:39

Gratuliere zur PV-Wasserkraftanlage, ... hätte ich auch gerne.
Auch mein kleines Wasserkraft ist in privater Hand. Wie mehrere tausend kleine Wasserkraftwerke in Deutschland. Was spricht dagegen?
Die Regierung muss festlegen, welchen Preis es für eingespeisten Strom gibt. Für Wind, Wasser und PV. (Den Rest natürlich auch)
Eine Regierung ist Volkeswille (sollte es sein). Wenn das Volk dann keine PV will, dann soll es so sein. Ist meine Meinung.

Den erlebbaren Volkswillen, der vom Volk gewählten Regierung kann ich in der EU jedoch nur noch verschwindend erkennen, ... habs schon mit der Lupe probiert ... :lol:
Zur PV und Volkswille, dieser ist in AT in allen Bundesländer vorhanden. Das höre ich oft bei Gesprächen mit den Menschen. Leider ist der Kostendruck/Umsetzungshemmnisse für Realisierung sehr hoch, und so ist die Umsetzung kaum machbar.
... somit ist das Ziel der EVUś und der abhängigen Politik erreicht. Zum Gedankenanstoß: Altkanzler Schüssel der in AT gegen Atomkraftwerke stimmt, Petitionen unterstützt und im Nationalrat sitzt, nebenbei jedoch beim DE AKW-Betreiber im Aufsichtsrat sitzt. Dito auch der Hintergrund bei den GAS-Kraftwerken in AT, usw.
Empfehle den Film "Die 4. Revolution" ... und betr. der Kinder und Enkeln die den "Plastik Planet" ausbaden dürfen ...

Ich bin gespannt welcher Minister als 1. Europäer in 10 Jahren, im noch nicht gegründeten Resort für "reine ÖKO-Energie" sitzt. Derzeit nicht lukrativ. ... die Zeit wird es zeigen.
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Re: Lobbying für Photovoltaik

Beitragvon Dr. Chili » 02.11.2011, 10:25

Ein Versuch das Thema kurz aufzurollen:

1. Dass in dem ganzen Thema die Photovoltaic Austria (PVA) noch nicht vorgekommen ist wundert mich doch stark. Ist Sie doch die erste Anlaufstelle wenns um Lobbying für PV geht. Zu Lobbying an sich habe ich jedoch ein sehr gespaltenes Verhältnis, denn wenn wir das dürfen muss es natürlich die Öl-, Atom-, Gas- und Diamantenminen in Afrika-Lobby dürfen. Gleiches Recht für alle. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob ich das will. Aber das führt jetzt zu weit. Jedenfalls: www.pva.at

2. Die Wirtschaftskammer bietet seit Jahren mehr oder weniger regelmäßig Veranstaltungen zum Thema PV, Stromspeicher, E-mobility. Die kosten dafür sind minimal (so um die 50 Euro für einen ganzen Tag inkl. Verpflegung). Denen kann man wohl kein fehlendes Engagement andichten. Zudem ist der Bundesinnungsmeister der Elektriker, Josef Witke im PVA Vorstand...

3. So schlecht wie immer gesagt wird steht es nicht um die PV in AT. Seht euch mal die Daten der IEA an. In einem Ranking von 22 Ländern WELTWEIT ist Österreich auf Platz 10 bei der installierten Leistung PRO KOPF (IEA-PVPS "preliminary Trends 2010"). U.A. noch vor USA, Canada, Niederlande, GB. Unser größtes Problem ist, dass wir immer glauben uns mit unseren Nachbarn messen zu müssen. Klar geht es in Österreich langsamer voran als anderswo. Aber wenn man sich die Ausbaukurven der letzten Jahre ansieht ist ganz klar, dass sehrwohl einiges vorangeht...

4. Im Jahr 2009 hat Österreich 19,54 TWh Strom importiert und 18,76 TWh exportiert. Somit sind wir sozusagen ein Nettoimporteur (Quelle Statistik Austria). In anderen Worten: Österreich kann seinen eigenen Strombedarf nicht decken. Somit kann man ausschließen, dass wie unser Potential in ausreichender Form ausnutzen. Allerdings sehe ich das Problem weniger bei der Produktion als beim Verbrauch. Stichwort Energieeffizienz. Grundsätzlich könnten wir uns locker selbst versorgen (zumindest in der Bilanz), wenn wir den Strom nur ein wenig bewusster verbrauchen würden- davon bin ich überzeugt.

5. Das Problem mit der Stromwäsche dürfte sich auch bald von selbst erledigen: Bisher wurden die Österreichischen Pumpspeicherkraftwerke immer mit billigem Atomstrom gefüllt und dann durch Verkauf von teurem Ökostrom geleert. Da es sich hier wohl um Börsenpreise handeln dürfte ist es mittlerweile wohl schlauer die Pumpspeicher mit gratis (oder gar unter 0,-) Strom zu füllen und dann noch mehr Gewinnspanne wiederum durch Verkauf als Ökostrom zu generieren. Ein angenehmer Nebeneffekt für die EVUs - diesen hier gönne ich Ihnen sogar...

Fazit: Es ist nicht alles so schlimm wie es aussieht aber es gibt viel zu tun. Und das ist gut so denn wir wollen doch alle produktiv sein, oder?
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Re: Lobbying für Photovoltaik

Beitragvon Vollmilch » 02.11.2011, 11:16

Hallo!

Ich stimme Dr. Chili in vielen Punkten zu.

Meiner Meinung nach ist aber die Art der Förderung, wie sie in Österreich praktiziert wird, schwer durchschaubar, ineffizient, ungerecht.
Ob die Ursachen dafür, absichtliche Blockade (um die eigenen EVU´s und ev. künfitgen Arbeitgeber ausscheidender Politiker zu schützen), mangelnde Information / Sachverstand sind, wage ich nicht zu sagen.

Wir brauchen immer mehr (v.a. elektrische) Energie und sollten unsere Potentiale nutzen.
Jedenfalls gibt es noch viel zu tun.

LG Vollmilch
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14,82 kWp Schott Mono 195, STP 15000 TL-10
http://www.sonnenertrag.eu/de/vollmilch/hafnerbach/10720/10974.html
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Re: Lobbying für Photovoltaik

Beitragvon Christine B » 02.11.2011, 17:45

Hallo Cili!
So rosig sehe ich die Stromkennzeichnung neu nicht. Es wird wie eh und neu weiter Stromwäsche mit Zertifikaten betrieben werden:
http://www.energieallianz.com/eaa_group ... e01678d1f5
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Re: Lobbying für Photovoltaik

Beitragvon Ruparnovic » 02.11.2011, 18:46

Dr. Chili hat geschrieben:Bisher wurden die Österreichischen Pumpspeicherkraftwerke immer mit billigem Atomstrom gefüllt und dann durch Verkauf von teurem Ökostrom geleert.

Ich weiß nicht, wieso sich dieses Gerücht so hartnäckig hält, aber das stimmt nicht. Ich hab noch nie gehört, dass PSKW-Strom als Ökostrom verkauft wird! Bitte zeigt mir doch einmal eine Quelle dafür. Denn das ist so einfach nicht wahr, das ist kein Ökostrom und wird auch nicht als solcher ausgewiesen...
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Re: Lobbying für Photovoltaik

Beitragvon Christine B » 02.11.2011, 23:44

Info Durch Pumpspeicher zur sauberen Wasserkraft:
http://www.wienerzeitung.at/meinungen/g ... ligen.html

http://vorarlberg.naturfreunde.at/Beric ... ail/25858/

http://alt.global2000.at/pages/paenergie060719.htm

http://www.waltner.co.at/erzeugung/erzeugung_2.html

Das ist nur eine kleine Auswahl, bei google gibt es noch mehr.


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Re: Lobbying für Photovoltaik

Beitragvon Dr. Chili » 03.11.2011, 08:46

Christine B hat geschrieben:Info Durch Pumpspeicher zur sauberen Wasserkraft:
http://www.wienerzeitung.at/meinungen/g ... ligen.html

http://vorarlberg.naturfreunde.at/Beric ... ail/25858/

http://alt.global2000.at/pages/paenergie060719.htm

http://www.waltner.co.at/erzeugung/erzeugung_2.html

Das ist nur eine kleine Auswahl, bei google gibt es noch mehr.


Der Verbund wird in Österreich als Òkostromanbieter geführt, siehe e-Control!!!

:danke:
Dr. Chili
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