länderspezifische Themen für Austria
Moderator: Mod-Team
von eforstho » 29.05.2011, 08:55
Hallo Martin,
[quote="Flinspach"]Schöne Sache, gibt es etwas Entsprechendes auch in Deutschland ?
ich finde das ist keine schoene Sache.
Es werden nur max. 30 % gefoerdert. Eine super Sache fuer den Staat wenn man bedenkt das der Staat 20 % Ust. und ca. 50 % an Lohnnebenkosten einbehaelt.
Des weiteren ist das ganze Verfahren, hochbuerogratisch.
- Netzbetreiber finden welcher Strom abnimmt. (z.B. In meinen Fall 8,- Cent)
- EVU Genehmigung einholen Ob Einspeisung erlaubt wird. (Laeuft in Salzburg in 12 Wochen ab. Dann ist ganze Projekt wieder nicht genehmigsfaehig)
- Baugenehmigung der Gemeinde einholen. z.B.: Salzburg wenn mehr als 25 % der Dachfläche dann ist es Genehmigungspflichtig. Bei unserer Gemeinde hatte ich schon tolle Diskussionen in Sachen glänzender Module (Transmissionswerte, Werden von den Modulhersteller nicht ausgewiesen).
- Klienantrag (Start 18:00, Mein Fall 18:02 Rang 195. Vor zwei Jahren wurden bis Rang 90 gefördert. Binnen 10-15 min ist das ganze Kontingent weg. Dann heisst wieder ein Jahr warten)
- Bau 15 Jahre alten Zaehlerkasten komplett umbauen um von 10 mm² auf 16 mm² Leiterquerschnitt zu erhoehen.
Ich finde das ist keine so schoene Sache. Das einzige was fix ist das wieder toll PR-Inserate in den Zeitungen geschaltet werden, was nicht alles von der Bundesregierung gemacht wird.
Ich tueftle gerade ob ich mir das antun soll (trotz Förderung 2011).
Frage: Gibts Ideen wie ich den Eigenverbrauch erhoehen kann, und fossile Energien ersetzen kann ?
Folgende Tarife habe ich gerade meiner Abrechungen entnommen: Strom Bezug: 23,6 Cent/kWh Strom Lieferung: 8,0 Cent/kWh (geplant) Gas Bezug (Waerme): 6,8 Cent/kWh
Meine Idee waere max. 1,8 kW zu installieren, um Eigenverbrauch ohne zusaetzliche Aktivitaeten erhöhen und Kosten zu minimieren. Toll waere, ein intelligenter Wechselrichter welche bei Sonne zusaetzliche Verbraucher aktiviert. (z.B.: Warmwasser / Tiefkühltruhe / Geschirrspueler / usw..)
mfg Ernst
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von Vollmilch » 30.05.2011, 08:12
Hallo Ernst!
Fossile Energie kannst du durch die Wahl deines Stromversorgers ersetzen - geht leicht und man merkt es kaum - und bei deinem Strompreis (23,6 cent! -echt?) steigst du selbst bei AAE oder der ÖkostromAG günstiger aus. Das Gas zu ersetzen wird technisch aufwendiger (Pelletsheizung, ...).
Und die intellegenten WR gibt es bereits (SMA hat mit der neuen Firmware eine derartige Funktion, wo man bei beliebig einstellbarer Leistung einen Verbraucher dazuschalten kann, andere WR - Hersteller haben das auch schon länger im Programm). Es gibt auch externe Lösungen (Schalter) die ab einer gewissen Leistung einen Verbraucher einschalten können.
LG Vollmilch
4,95 kWp Schott Poly 225, SMA SB 5000 TL-20 14,82 kWp Schott Mono 195, STP 15000 TL-10 http://www.sonnenertrag.eu/de/vollmilch/hafnerbach/10720/10974.html
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von eforstho » 05.06.2011, 17:30
Hallo Vollmilch,
danke fuer den Tipp mit den Wechselrichter. Habe gerade erfahren das der Kostal Piko ab Version 3.70 das Feature zur Verfuegung stellt.
Strompreis 23,6 Cent ist von Oekostrom AG.
mfg Ernst
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von Christine B » 06.06.2011, 13:17
Hallo Ernst! Anbei eine Aufstellung Strombezug und Lieferung und alles was man sonst noch wissen muss ist bei der AAE informativ zusammengestellt: http://www.aae.at/show_content.php?sid=75Ich bin schon 6 Jahre dort Kundin und liefere meinen Überschuss seit 5 Jahren ohne Problem. LG.Christine
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von sonnenrat » 06.06.2011, 18:26
... Ende Mai wurden die ersten 6.042 Projekte mit einem Gesamt-fördervolumen von rund EUR 31,7 Mio. vom Präsidium des Klima- und Energiefonds genehmigt. Die Vergabe der Förderungsmittel erfolgte für die einzelnen Bundesländer jeweils chronologisch entsprechend der Reihenfolge des Eintreffens der Förderungsanträge (gemäß Reihungsnummer).
Das noch freie Budget wird in einem weiteren Genehmigungslauf aliquot auf die verbleibenden Bundesländer aufgeteilt. Anfang August endet die Frist für die Übersendung der Annahmeerklärungen. Sollten einzelne Förderungswerber Ihren Vertrag nicht annehmen, werden die dadurch wieder freigewordenen Mittel ebenso umverteilt.
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von sonnenrat » 06.06.2011, 18:52
ergänzend: der Begriff Förderung von Eur 31,7 Mio aus dem Klimafonds ist nicht ganz richtig und auch nicht wörtlich zu nehmen, insofern, dass Unternehmer und Anlagenbesitzer einen großen Teil sofort wieder an den Staat abführen. Im Fall der 6.042 "geförderten" österreichischen PV Anlagen aus 2011 sind dies rund Eur 21 Mio an Umsatzsteuer und etwa Eur 5 Mio an Lohnsteuern, Körperschaftssteuern, Einkommenssteuern ... welche eigentlich von der sog. Förderung abgezogen werden müssten. Somit bleibt ein Bruchteil an echter Unterstützung übrig. Fragt sich, wie lange sich Herr und Frau Österreicher noch von ihren (Energie-)Politikern an der Nase herum führen lassen...
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von bbw-sol » 07.06.2011, 00:21
sonnenrat hat geschrieben:ergänzend: der Begriff Förderung von Eur 31,7 Mio aus dem Klimafonds ist nicht ganz richtig und auch nicht wörtlich zu nehmen, insofern, dass Unternehmer und Anlagenbesitzer einen großen Teil sofort wieder an den Staat abführen. Im Fall der 6.042 "geförderten" österreichischen PV Anlagen aus 2011 sind dies rund Eur 21 Mio an Umsatzsteuer und etwa Eur 5 Mio an Lohnsteuern, Körperschaftssteuern, Einkommenssteuern ... welche eigentlich von der sog. Förderung abgezogen werden müssten. Somit bleibt ein Bruchteil an echter Unterstützung übrig. Fragt sich, wie lange sich Herr und Frau Österreicher noch von ihren (Energie-)Politikern an der Nase herum führen lassen...
Stimme Dir da 100% zu, in Österreich ist das seit Jahrzehnten die gleiche Vorgangsweise mit den Förderungen (auch in anderen Bereichen). Wäre es dann nicht genauso effektiv, eine PV-Anlage als gewerbliche Anlage zu betreiben und die 20% Mwst. beim Finanzamt zurückzuholen? Voraussetzung ist hier, dass es vom Finanzamt nicht als "Liebhaberei" eingestuft wird, d.h. die Anlage müsste einiges mehr als den Eigenverbrauch produzieren. Gewerblicher Gewinn entsteht erst nachdem die Anlage abgeschrieben ist oder sich die Einspeisevergütung der EVUs merklich ändert. Mich ärgert bei der Einspeisevergütung, wie PV-Anlagen behandelt werden. Bei PV-(Klein)anlagen auf Haus- und Gewerbedächern wird das Netz in zwei Richtungen benutzt (Bezug und Einspeisung). In diesem Fall können sich die Netzverluste für die EVU verringern, da der eingespeiste PV-Strom in der Nachbarschaft verbraucht wird und nicht über zig km vom Großkraftwerk transportiert werden muss. Das Netz wird dadurch nicht belastet sondern hauptsächlich entlastet. In diesem Fall sponsern die PV-Anlagenbetreiber die EVUs, die ihre Aufgaben, Netze intelligent zu betreiben (noch) nicht erfüllen. Vielleicht schaut jemand der EVUs und Politik auch mal in das Forum um die Stimmung bei den Bürgern zu erfassen. L.G. Gerhard
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