Einspeisen oder Inselbetrieb einer Kleinstanlage

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Einspeisen oder Inselbetrieb einer Kleinstanlage

Beitragvon OE6BHE » 24.07.2011, 13:48

Meine bisherigen Erfahrungen mit Photovoltaik konnte ich nur im Portabelbetrieb, vor allem beim Bergfunk, sammeln. Da zählen natürlich andere Dinge mehr als beim stationären Betrieb. Vor allem das Gewicht/Leistungsverhältnis, ansonsten könnte ich ja gut und gerne mehr Akkus mitnehmen!

Das eine führt zum Anderen: Ich habe und hatte so und so vor meine Amateurfunkstelle Netzunabhängig zu machen um auch im Falle des Not- und Katastrphenfunks auch bei Ausfall des Stromnetzes diesen noch betreiben zu können und da dachte ich über folgende Varianten nach:

Variante 1:
Kauf eines Notstromerzeugers mit 700 Watt, was bei max. 300 Watt aufnahme am einfachsten wäre. Gibts von Einhell um 100 Euro. => vieeel zu einfach, aber preislich interessant, wo ich ja hoffe, dass das Ding bis zum Verrotten im Keller stehen darf!

Variante 2:
Genügend Akkus, aber bei bis zu 300 Watt Leistungsaufnahme bei 12 Volt stellt sich die Frage, was ist genügend und vor allem wie fit wären diese Akkus noch im Fall der Fälle nach Jahren?

Variante 3:
Dies ist auch der Grund hier im Forum zu fragen! Ich möchte eine Photovoltaikanlage auf den SSO-seitigen Balkon errichten. 100 bis 200 Watt sollten ausreichen, um bei sparsamen Umgang auch bei Schlechtwetter noch Funkbetrieb mit verminderter Leistung halten zu können. Die Solarmodule sollen über einen Laderegler einen Blaiakku laden, von dem ich die Energie entnehme. Die Funkanlage basiert auf 12 Volt, so dass ich dazu keinerlei Wechselrichter bräuchte. Normalbetrieb der Anlage läuft über ein großes Netzteil. Batterie könnte eine große günstige Starterbatterie sein, da sie nicht zyklenfest sein muss, da sie im Normalbetrieb nie entladen wird. Sie muss nur lange halten, natürlich mit Erhaltungsladung. Soweit weiß ich eigentlich auch noch Bescheid, über den Aufbau der Inselanlage.

Aber meine eigentliche Frage: Jetzt würde ich mir da um einige Euros Solarpanele aufhängen, die nur darauf warten, dass ein Not- oder Katastrophenfall eintritt, bei dem Notfallkommunikation nötig ist. Wenn ich da so bedenke, wie viele Funkamateure es in Österreich gibt und wie oft sowas passiert ist die Chance bei 1:10000, dass es gebraucht wird. Ok, die einzelnen Panele sollen entnehmbar sein und auch im Portabelbetrieb Dienste leisten, aber auch für ein Outdoor-Panellager ists zu teuer. Jetzt denke ich mir, dass ich die Energie nutzen will, wenn sie schon vorhanden ist. Ok, ich könnte die Idee mit der Starterbatterie verwerfen an eine Solarbatterie denken und die Funkanlage von dieser Insel aus betreiben, nur die Anlage ist hauptsächlich im Winter und sehr unregelmäßig in Betrieb, so dass ich wahrscheinlich mehr als 75% der Zeit volle Batterien hab und wenn ichs mal brauche eben leere und ich muss erst auf Netzstrom umstellen. Was wäre eine vernünftige Verbraucherlösung für so eine Insel, die neben dem Stromnetz in einem Haushalt existiert?

Die zweite Idee wäre, die Panele umschaltbar anzuschließen. 12V-Panele paralell um im Fall der Fälle die Akkus zu laden und ggf. mal nachzuladen und in Serie um einen Netzspeisewechselrichter damit zu versorgen um den Stromverbrauch im Haushalt etwas zu drücken. Ich sah, dass der Stecagrid 300 oder 500 gar nicht so teuer ist, nur wie sieht es da mit den Bestimmungen in Österreich aus? Brauche ich eine zertifizierte ENS oder reicht es, wenn der Wechselrichter nichts mehr einspeist, sobald das Netz weg ist? Muss ich es dem Netzbetreiber (TiWAG) nur melden, oder müssen die das genehmigen?

Ob das ganze wirtschaftlich ist, frag ich gleich gar nicht! Die Panele kommen so und so, die rechne ich nicht ein in eine Berechnung! Da gehts eher um Hobby und Idealismus! Der WR könnte sich ev. mal rentieren, aber auch da geht es mir eher um den Idealismus, dass ich die erzeugte Energie nicht vergeuden will.
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Re: Einspeisen oder Inselbetrieb einer Kleinstanlage

Beitragvon Solarm » 24.07.2011, 23:33

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Re: Einspeisen oder Inselbetrieb einer Kleinstanlage

Beitragvon OE6BHE » 25.07.2011, 07:45

Hab ich, nur daraus geht nicht hervor, welche sichere Trennung man vom Netz braucht. In DE ists klar, zertifizierte ENS, in Österreich? ENS zertifiziert ist gut, aber geht da auch eine, die in DE erlaubt ist? Oder ist das von Netzbetreiber zu Netzbetreiber unterschiedlich?

In dem Thread ist auch die Rede von 100 Watt Einspeisung ohne Meldung, wo ist die Quelle?
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Re: Einspeisen oder Inselbetrieb einer Kleinstanlage

Beitragvon CocoHannover » 17.11.2011, 15:56

Hallo OE6BHE,

hast du inzwischen eine Lösung gefunden?

Ich plane gerade eine ganz ähnliche Anlage: Erdgeschosswohnung mit Süd-Terrasse, die Solaranlage soll Akkus aufladen, so dass ich den Strom ganz normal für alle Wohnzimmergeräte nutzen und den einen oder anderen Stromausfall überbrücken kann.
Meine Idee wäre, ein Stromkabel von der Terrasse in die Wohnung zu führen, wo ich dann zwei getrennte Steckdosen für "Öffentliches Netz" und "Eigener Strom" hätte. Wie hast du sie Sache gelöst?

Weiß eigentlich jemand, was dieses Komplettset taugt?
http://www.conrad.at/ce/de/product/315796/PV-Insel-Komplettset-200-Wp

Es grüßt
DO7CJ
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Re: Einspeisen oder Inselbetrieb einer Kleinstanlage

Beitragvon Mühli » 17.11.2011, 16:04

Jedenfalls ist es deutlich zu teuer.
Vermutlich ist ein Mpp-Laderegler und "normale" Module sinnvoller als 12V-Module.

Wenn man den Strom selber nutzen möchte (kleine Mengen) wär es evtl. wirklich interessant, einfach 2 Stromkreise zu haben.
Ob es effizient ist, steht wo anders, aber eine günstige Lösung wäre es schon.
Oder direkt 12V-Verbraucher wie Halogenlampen oder Leds betreiben. Notfalls per Ladegerät/Netzteil unterstützen

Insgesamt halt ich das alles eher für Spielerei....kauft euch doch eine richtige Anlage...ab 2kWp ist das doch schon sehr sinnvoll.

Gruß
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Re: Einspeisen oder Inselbetrieb einer Kleinstanlage

Beitragvon Solarm » 17.11.2011, 17:03

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Re: Einspeisen oder Inselbetrieb einer Kleinstanlage

Beitragvon CocoHannover » 18.11.2011, 14:20

Solarm hat geschrieben:Kein Set, stell zusammen was du brauchst z.B.
http://www.photovoltaik-shop.com/module ... bc368c6dce


Bei meinem non-existenten Talent kaufe ich dann absolut inkompatible Teile die bei Inbetriebnahme kaputtgehen. :mrgreen:
Mit einem Bausatz an den ich nur noch einen Akku hängen muss würde ich mich echt sicherer fühlen. Wenn mir das schwere Solarmodul mal nicht beim Hochheben aufs Bodengestell zersplittert...
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Re: Einspeisen oder Inselbetrieb einer Kleinstanlage

Beitragvon Solarm » 18.11.2011, 14:30

Es gibt auch Bausätze ohne Aufbauanleitung, hatten wir auch schon.
Bei 2 Linken dann geliefert und montiert
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Re: Einspeisen oder Inselbetrieb einer Kleinstanlage

Beitragvon CocoHannover » 21.11.2011, 10:50

So wie's aussieht, muss eh der Lieferant den Stecker reinstecken. Ich hab mal bei unseren Stadtwerken angefragt, was ich alles einhalten und anmelden muss, wenn ich meine Garten-Solarzelle ans Hausnetz anschließen will. Zurück kam ein Riesenhaufen von Regeln und Formularen, ich konnte noch gar nicht alles durchlesen. :D
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Re: Einspeisen oder Inselbetrieb einer Kleinstanlage

Beitragvon Hinundher » 14.03.2012, 12:35

@ CocoHannover

So wie's aussieht, muss eh der Lieferant den Stecker reinstecken. Ich hab mal bei unseren Stadtwerken angefragt, was ich alles einhalten und anmelden muss, wenn ich meine Garten-Solarzelle ans Hausnetz anschließen will. Zurück kam ein Riesenhaufen von Regeln und Formularen, ich konnte noch gar nicht alles durchlesen.


Frage:

Schon alles durchgelesen ??

Lösung ???

LG.
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